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Getreide

USDA: Europäische Weizenernte fünf Prozent größer

© Mühlhausen/landpixel
von , am
13.04.2013

Europäische Büros des USDA schätzen, dass die neue Weizenernte in Europa um fünf Prozent größer ausfällt als im vergangenen Jahr.

Der Internationale Getreiderat setzte sowohl die globale Weizenernte als auch die weltweiten Weizenbeständen auf neue Rekordwerte nach oben. © Mühlhausen/landpixel
Die neue Weizenernte in der Europäischen Union könnte rund sieben Millionen Tonnen oder gut fünf Prozent größer sein als im letzten Jahr. Zu dieser Einschätzung kommen die europäischen Büros des USDA in einer gemeinsamen Ernteprognose für die EU 28. Ursache für den Produktionsanstieg von 132 Millionen Tonnen (Mio. t) auf 139 Mio. t ist zum einen die Ausweitung der Anbaufläche und zum anderen die zum Vorjahr verbesserten Erträge.
 

Exporte bleiben hoch

Den europäische Weizenexport sieht das USDA im nächsten Wirtschaftsjahr erneut bei 20 Mio. t. Das würde in etwa der Größenordnung des aktuellen Wirtschaftsjahres entsprechen. Ein weiterer Zuwachs der Ausfuhren ist vor allem wegen der größeren Ernte in den Schwarzmeerländern und wegen des größeren Wettbewerbsdrucks aus dieser Richtung nicht sehr wahrscheinlich. Vieles wird jedoch auch von der Qualität der am Schwarzen Meer geernteten Weizens abhängen. Die Nachfrage aus Nordafrika sieht das USDA jedenfalls weit als sehr stark an.

Export reduziert Futterverbrauch

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Der strake Export hat auch dazu geführt das der Weizenverbrauch in der EU und dort speziell der Verbrauch von Futterweizen deutlich zurückgegangen ist. Diese Lücke muss vor allem durch andere Futtergetreidearten (Mais, Gerste) ersetzt werden. Insgesamt schätzt das USDA, dass der Futterverbrauch von 57 Mio. t auf 51 Mio. t im laufenden Jahr geschrumpft ist. Allein in Deutschland ging der Verbrauch um 1,5 Mio. t zurück und in Spanien sogar um zwei Millionen Tonnen. Auch im nächsten Jahr erwartet das USDA wegen des anhaltend starken Exports und der abgeschmolzen Bestände nur eine moderate Zunahme des Futterverbrauchs auf nur 52,5 Mio. t.
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