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Getreide

USDA: Globaler Gerstenmarkt bleibt knapp versorgt

von , am
11.05.2012

Die weltweite Gerstenproduktion wird nach Einschätzung des USDA zur kommenden Ernte mit 135 Millionen Tonnen nur wenig größer ausfallen als in diesem Jahr (134 Mio. t).

© Steve_ohne_S/aboutpixel
Damit bleibt die globale Versorgungslage eng, denn der Verbrauch wird ebenfalls fast stabil bei 136 Millionen Tonnen (Mio. t) erwartet. Die Bestände schrumpfen deshalb weiter auf nur noch 21 Millionen Tonnen.
 
Die Welthandel soll mit 17 Mio. t ebenfalls in etwa das Niveau des laufenden Jahres erreichen. Mit sieben Millionen Tonnen bleibt Saudi-Arabien der mit Abstand größte und wichtigste Importeur. Unter den Exporteuren weitet vor allem Argentinien (auf Grund einer starken Anbauexpanion) seine Marktanteile aus und wird etwa vier Millionen Tonnen Gerste exportieren.
 
Etwas kleiner als im letzten Jahr werden die australischen Exporte mit 3,8 Mio. t sein und für die Ukraine rechnet das USDA mit unverändert (geringen) Exportmengen von rund 2,5 Mio. t.

Kleine Ernte in Deutschland, Zuwachs in Frankreich

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Für die EU erwartet das USDA einen leichten Zuwachs der Gerstenproduktion um knapp zwei Millionen Tonnen auf 53,6 Mio. t. Dem steht ein Bedarf von 52,2 Mio. t und eine weiter schrumpfende Exportmenge von 2,4 Mio. t gegenüber.
 
Für Deutschland unterstellt das USDA - ähnlich wie der DRV - nur noch eine Erntemenge von 9,1 Mio. t und damit eine nur geringfügig größere Produktion als im sehr schwachen letzten Jahr (8,7 Mio. t).
 
Die französische Produktion schätzt das USDA hingegen (auch wegen der starken Expansion des Sommergerstenanbaus) auf 10,9 Mio. und damit gut zwei Millionen Tonnen größer als 2011. Für Spanien erwartet das USDA in Folge der Trockenheit einen Produktionsrückgang von einer Million auf 7,1 Millionen Tonnen und die für Sommergersteproduktion wichtige dänische Ernte schätzt man auf 3,7 Millionen Tonnen (3,3 Millionen im Vorjahr).
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