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Getreide

USDA-Report: Weizenpreise ziehen kräftig an

von , am
14.01.2013

Im Ergebnis des neuen USDA Report drehte die Stimmung am internationalen Weizenmarkt spürbar. Offensichtlich interpretierten Analysten und Anleger die neuen Daten vor allem für die USA aber auch für den internationalen Markt ganz überwiegend bullisch.

Die Agrarmärkte starteten mit fulminantem Auftakt in die neue Woche. Die Chicagoer Notierungen sind fester. © Jäger
Insbesondere für die USA haben die aktualisierten Marktdaten und Trends die Analysten überrascht. An den internationalen Märkten gab es hingegen kaum Veränderungen. Dies gilt insbesondere für Märkte, wo man sie vielleicht erwartet hatte (Argentinien).

Preise legen kräftig zu

Kurz nach Veröffentlichung des USDA-Reports am Freitag schossen die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago regelrecht nach oben und lagen zeitweise zwischen drei und vier Prozent über dem Vortagswert. Am Ende des Handelstages betrug das Plus am US-Terminmarkt immer noch knapp 1,5 Prozent (%) und auch am Montag notierten die Preise in Chicago im elektronischen Handel fast 2,4 % höher.
 
In Europa hatten die Börsen kurze nach Veröffentlichung der neuen Daten bereits geschlossen. Am Montag begann der Handel in Paris allerdings mit kräftigen Preisaufschlägen von 1,5 % (drei bis vier Euro).

USA: Kleinere Bestände und geringerer Flächenzuwachs

Die Überraschung in den USA hatte im Wesentlichen zwei Ursachen. Zum einen reduzierte das USDA die US-Endbestände 2012/13 recht deutlich um rund eine Million Tonnen von 20,5 auf 19,5 Millionen Tonnen (Mio. t) und erhöhte gleichzeitig den US-Verbrauch um eine Million Tonnen auf 37,4 Mio. t.
 
Zum anderen blieb die Anbauexpansion bei Winterweizen der neuen Ernte 2013 sehr deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Große Bilanzlücke lässt Bestände schrumpfen

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Insgesamt bleibt die globale Bilanz am Weizenmarkt mit einer im Vergleich zum Vormonat etwas kleineren Produktion von 654 Millionen Tonnen und einem ganz leicht reduzierten Verbrauch von 673 Mio. t deutlich negativ.
 
Die Bilanzlücke beträgt etwa 19 Mio. t und die Endbestände schrumpfen deshalb im Vergleich zum letzten Jahr um 20 Mio. t auf 176. Millionen Tonnen.
 
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