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Getreide

Vegetationsreport: Ährenbehandlung im Weizen

von , am
12.06.2013

Das Hauptziel der Ährenbehandlung ist die Fusarienbekämpfung. Einige Fusarienarten können Mykotoxine (Giftstoffe) bilden, die für Lebewesen gesundheitsschädlich sind.


Der Weizen (Durum, Triticale) ist besonders in der Blüte anfällig gegen Fusarien. Aus diesem Grund wird mit Beginn des Ährenschiebens über eine Fusarienspritzung gesprochen. Die Bekämpfungsmaßnahme kann - soweit zugelassen und keine Verätzungen zu erwarten sind - mit geringerer Wassermenge durchgeführt werden, gleichzeitig steigt die Konzentration der Wirkstoffe an. Die Konzentration muss bei schärfer formulierten Fungiziden dem Wasseraufwand angepasst werden. Voraussetzung ist, dass der Weizen nach ausreichenden Fungizidvorlagen gesund ist und die PSM-Zulassung das ermöglicht. Außerdem ist auf eine ausreichende Benetzung der Ähre zu achten, die durch Zugabe von geeigneten Additiven verbessert werden kann.
 
Fusarien infizieren die Pflanze auf unterschiedliche Art und Weise. Zum einen können sie über die Luft (beispielsweise durch Erntereste) oder über die Blattetagen die Ähre befallen. Zum anderen können sie vom Saatkorn systemisch durch den Halm in die Ähre wachsen. Die letzten beiden Infektionswege können während der Vegetation durch gesundes Saatgut, Fusarien-wirksame Beizen und frühe Fusarien-betonte Fungizidmaßnahmen unterbrochen werden. Dagegen ist die Infektion über die Luft schwer vorhersehbar. Mit dem Beginn des Ährenschiebens können höhere Niederschlagsmengen zu einer Infektion führen. Dann ist ein zügiges Handeln notwendig.
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