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Getreide

Vegetationsreport: Ährenmaßnahme im Weizen

von , am
04.06.2014

Dauerthema Ährenschutz. Eine Fungizidmaßnahme kurz nach dem Ährenschieben bei geringen Niederschlägen mit Temperaturen über 18 Grad Celsius kann das Auftreten von Ährenfusarien minimieren.


Toxinbildende Fusarien sind Schwächeparasiten und besiedeln absterbendes Gewebe. In den letzten Tagen war in vielen Regionen optimales Fusarienwetter nach dem Ährenschieben. Eine gezielte Bekämpfung von Fusarien ist angesagt:

Gelbrost beachten

Dennoch sind im Moment auch andere Krankheiten, die die Ähre befallen können, nicht zu unterschätzen. Besonders Roste sollten derzeit in anfälligen Sorten und "gefährdeten" Gebieten mit abgedeckt werden. Gelbrost oder auch Streifenrost (Puccinia striiformisf, Sp. tritici (an Weizen)) hat Weizen in diesem Frühjahr in ganz Deutschland befallen. Im Gegensatz zum Braunrost leuchten die Rostpusteln gelb-orange und sind streifenförmig an den Blattadern angeordnet.
 
Gelbrost ist ein echter Parasit und besiedelt lebendiges Gewebe. Es können mehrere Infektionszyklen in einer Vegetation auftreten. Die Sporen (Uredosporen) werden über Wind sehr weit verbreitet. Aus diesem Grund sollten die Felder mit Sorgfalt gespritzt werden - besonders die Ecken und Ränder. Der erste Gelbrost wurde auch schon an den Spelzen von Weizen entdeckt. Bei starkem Druck kann ein rostwirksames Fungizid in die Ähre gespritzt werden. Strobilurine haben keine Wirkung auf Fusarien (F. graminearum und F. culmorum), im Gegenteil, in einer Reihe von Versuchen nahm der Fusarienanteil bzw. der Toxingehalt nach Behandlung mit Strobilurinen sogar zu. 

Wie sieht es bei Ihnen aus? Gegen welche pilzlichen Schaderreger planen Sie noch eine PSM-Maßnahme? Nehmen Sie an der recht stehenden Umfrage teil.
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