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Getreide

Vegetationsreport: Blattläuse im Weizen

von , am
11.06.2014

In einigen Weizenbeständen sitzen derzeit viele Blattläuse an der Ähre und an den Blättern. Die hohen Temperaturen und Niederschläge können zu einer starken Ausdehnung führen.


Eine Blattlaus kann im Verlauf ihres Lebens infolge ihrer Saugtätigkeit zu 5 mg Substanzverlust im Getreide führen, was einen Ertragsverlust von 20 kg/ha bedeutet (Quelle: Krankheiten und Schädlinge des Getreides; Mann Verlag). Die Blattläuse können auch zu einem späteren Entwicklungsstadium, Ende der Milchreife, noch Schaden verursachen. Bei starkem Auftreten an der Ähre kann es zu Ertrags- und Qualitätseinbußen (Fallzahl) führen. Außerdem scheiden die Blattläuse Honigtau aus, welches das Auftreten von Folgeparasiten z. B. Schwärzepilze an der Ähre fördert. Aus diesem Grund sollten die Schläge kontrolliert werden.
 
Zur Bekämpfung eignen sich verschiedene Insektizide. Bei der Auswahl sollte besonders auf die Wirkungsdauer und das Zulassungsende (nicht alle Produkte sind bis EC 69 zugelassen) geachtet werden. Blattläuse, die an der Blattunterseite oder versteckt sitzen, werden mit Kontaktmitteln wie Pyrethroiden nicht ausreichend bekämpft. In diesen Fällen bietet sich eine Kombination mit einem Produkt, welches eine Dampfphase bildet, an. 

Schwarze Bohnenlaus in Zuckerrüben

Auch in den Zuckerrüben tritt zunehmend die Schwarze Bohnenlaus auf. Die Ertragsverluste durch die Blattläuse nehmen mit zunehmendem Rübenalter ab. Bei einer Befallshäufigkeit von mehr als 10 Prozent der Rüben ist eine Insektizidmaßnahme ratsam. Die häufig versteckt sitzenden Blattläuse müssen mit geeigneten Mitteln, die z. B. eine Dampfphase bilden, bekämpft werden. 

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