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Getreide

Vegetationsreport: Dinkel-Anbau wird wachsen

von , am
18.06.2014

Mit den aktuell hohen Preisen gewinnt der Dinkel als Kultur deutlich an Attraktivität. Pflanzenbauexperten Kathleen Bremer widmet sich im aktuellen Report dieser Getreidesorte.

 
In Zukunft kann sich der Dinkel-Anbau in einigen Regionen vermutlich etablieren, sagt die Pflanzenbauexpertin Bremer voraus. Dinkel wird aktuell verstärkt nachgefragt - einige sprechen sogar von einer "Dinkelkrise", denn das Angebot ist aktuell sehr knapp. Aus pflanzenbaulicher Sicht sind die stabileren Erträge des Dinkels auf schwächeren Standorten und in Höhenlagen von Vorteil.
 
Aus produktionstechnischer Sicht muss jedoch einiges beachtet werden. Aufgrund des höheren Lagerrisikos ist der Wachstumsreglereinsatz und die Krankheitsanfälligkeit gegen z.b. Roste und Halmbasiskrankheiten nicht zu unterschätzen.

Dinkel gefragt wie nie

Dinkel ist aus ernährungsphysiologischer Sicht wertvoller als Weizen, da er reich an Mineralstoffen und Vitaminen ist. Außerdem enthält er im Kern z.b. mehr Rohfett und Rohprotein als Weizen. Das Dinkelmehl, dass zu Brot- und Teigwaren verarbeitet wird, wird zunehmend stärker nachgefragt. Dinkel (Triticum aestivum subsp. Spelta) auch Spelzweizen genannt, ist mit dem Weizen verwandt und hat seinen Ursprung zwischen dem Kaspischen und Schwarzem Meer.

Vegetationsreport: Blattläuse im Weizen

 
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