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Getreide

Vegetationsreport: Düngerstreifen im Weizen

von , am
06.08.2014

Die Ursache für streifige Farbunterschiede im Getreide während der ganzen Vegetation sind häufig Düngerstreifen. Diese können und sollten vermieden werden.


Bedingt werden die Düngerstreifen durch Seitenwind, zu große Arbeitsbreiten, Funktionsfehler des Düngerstreuers oder schlechte -qualität (z.B. Korngröße, -härte, -form, Gewicht). In solchen Fällen wird erkennbar, wie wichtig eine gleichmäßige Verteilung des Stickstoffs, aber auch anderer Nährstoffe, auf der gesamten Fläche ist. Jede Pflanze muss ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden.
 
Stickstoff ist ein Makronährstoff und wird in großen Mengen von der Pflanze aufgenommen, dient hauptsächlich als "Baustein" und ist Bestandteil von Enzymen. Winterweizen mit einem Ertrag von 8 t/ha (incl. Stroh) entzieht etwa 200 kg/ha Stickstoff.

Bedarf in den Phasen unterschiedlich

Der Bedarf von Weizen in einzelnen Entwicklungsphasen ist unterschiedlich. Stickstoff hat Einfluss auf die Physiologie der Pflanze und somit können der Bestandesaufbau (Bestandesdichte, Ährchenanlage) und die Qualität von Weizen beeinflusst werden. Dies hängt beispielsweise von der Soll-Ährenzahl, dem Düngerstreutermin, dem Nmin-Vorrat oder der bereits aufgenommenen Stickstoffmenge ab. So führt beispielsweise eine geringe Stickstoffmenge in der Bestockungsphase zu einer niedrigen Bestandesdichte, Bekörnung, Proteingehalt im Korn sowie zu einer vorzeitigen Abreife und möglicherweise zu einem Ertragsverlust. Dieser Effekt wird in Düngerstreifen erkennbar. Diese führen zu Ertragsminderungen und lassen sich nur bedingt beheben bzw. ausgleichen.
 
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