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Getreide

Vegetationsreport: Der Frühling ist in Sicht!

von , am
10.04.2013

Nach dem kältesten März seit etwa 130 Jahren, steigen die Temperaturen nun langsam an und die Vegetation beginnt. In diesem Jahr fehlen etwa drei Wochen Vegetationszeit.


Der späte Vegetationsbeginn hat Konsequenzen für einige Bestände. Während im Norden und Osten seit Anfang Januar absolute Vegetationsruhe herrscht, wurde diese im Westen durch kurze Warmphasen Anfang Februar und Anfang März unterbrochen. Diese reichten aber nicht aus, dass sich der in diesen Gebieten oft spät gesäte Weizen ausreichend entwickelte. Insbesondere der spät gesäte Weizen (ab Mitte Oktober) ist für den Saattermin eher schwach entwickelt. Der früh gesäte Weizen ist gut entwickelt. In diesen Beständen ist aufgrund der guten Vernalisation mit einer besseren Ährchenausbildung zu rechnen.
 
Die Zeit für die Bestockung und Ährchenanlage ist in diesem Jahr vergleichsweise kurz. Mit Beginn des Langtages (14-Stunden-Tag) beginnt das Längenwachstum des Wintergetreides. In diesen Beständen sollte die Bestandesdichte bis zum Schossen gefördert werden. Dazu eignet sich eine angepasste Düngung, vor allem mit Nitrat und Mangan.

Herbizide frühestens sieben Tage nach Walzen

Auch Walzen fördert die Entwicklung der Nebentriebe und verbessert den Bodenschluss sowie das Wurzelwachstum; denn in einigen Regionen ist die oberste Bodenschicht vermehrt ausgetrocknet. Das Walzen kann die Blätter verletzten, weshalb Herbizide frühestens sieben Tage nach dem Walzen ausgebracht werden sollten.

Zweite N-Gabe Raps

Außerdem sollte in den nächsten Tagen die 2. Stickstoffgabe im Raps ausgebracht werden. Der Raps benötigt diese Düngung bis zum Beginn des Streckens, also bis der Spross 5-10 cm lang ist und die Knospen in den unteren Blattachseln austreiben. Mit dieser Düngung wird der Stickstoffbedarf für den Erhalt der späteren Ertragsanlagen gedeckt. 
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