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Getreide

Vegetationsreport: Fusarienbekämpfung im Weizen

von , am
28.05.2014

Fusarien-Arten rufen die sogenannte "partielle Taubährigkeit" im Weizen hervor. Für die Infektion und den Ausbruch müssen verschiedene Faktoren zusammentreffen.


Verschiedene Fusarien-Arten rufen die sogenannte "partielle Taubährigkeit" hervor. Vorwiegend treten die Arten Fusarium graminearum, F. avenaceum und F. culmorum auf. Dieser Befall der Ähre führt zu Ertrags- und Qualitätsverlusten, da Stärke und Proteine zerstört werden. Einige Fusarienarten produzieren zusätzlich Mykotoxine (Schimmelpilzgifte, z.B. DON-Deoxynival), die für Wirbeltiere schädlich bzw. giftig sind. Für das Erscheinen der partiellen Taubährigkeit müssen verschiedene Faktoren zusammentreffen.

Voraussetzungen für einen Fusarienbefall

Das Infektionspotential wird hauptsächlich von der Vorfrucht und den Ernterückständen, dem Inokulum, bestimmt. Besonders Mais, Weizen oder Erbsen können Fusarien in der Ähre fördern. Die Menge an Ernterückständen auf dem Boden hängt wiederum von der Bodenbearbeitung ab. Ausgehend vom Inokulum wird der Infektionsdruck durch die Witterung zum Zeitpunkt der Weizenblüte beeinflusst. Niederschläge und hohe Temperaturen (> 18 °C) wirken befallsfördernd.
 
Die Konidien (Pyknidien) auf den Ernteresten konnten aufgrund der hohen Temperaturen und Niederschläge im Frühjahr gut gebildet werden. Vermutlich wird ein kurzer Regenschauer ausreichen, um die Sporulation auszulösen. Die erste Fungizidspritzung auf die Ähre muss zügig erfolgen, spätestens wenn die ersten Staubbeutel an der Ähre sichtbar sind. In diesem Jahr kann es schwierig sein, den richtigen Zeitpunkt für die Maßnahme zu finden. In diesem Fall ist eine zweimalige Behandlung innerhalb einer Woche ratsam. 
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