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Getreide

Vegetationsreport: Gelbrost im Winterweizen im Auge behalten

von , am
30.04.2014

In diesem Frühjahr stellt der Gelbrost-Befall in Weizen und Triticale für einige Landwirte, vor allem im Rheinland, ein großes Problem dar.


Viele Winterweizenbestände mussten in diesem Jahr bereits früh (EC29/30) gegen Gelbrost behandelt werden. Die Dauerwirkung dieser Maßnahmen dürfte in Abhängigkeit des Applikationstermins der gewählten Produkte und deren Aufwandmenge nun auslaufen. Derzeit breitet sich der Pilz von Westen nach Osten aus. Bereits in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurde Gelbrost bonitiert.
 
Typisch für den Befall von Gelbrost oder auch Streifenrost (Puccinia striiformis f.sp.) sind die steifenförmig angeordneten Rostpusteln beidseitig auf den Blättern. Gelbrost ist ein obligater Parasit, der auf der Wirtspflanze Uredosporen (gelb-orange Pusteln) bildet, die in die Pflanze (Blattgewebe) eindringen. Das Mycel breitet sich entlang der Blattadern von Zelle zu Zelle aus und bildet viele Sporenlager mit Uredosporen.
 
Durch Wind und Regentropfen werden die Sporen verbreitet. Warmes und trockenes Wetter sind ungünstig für den Gelbrost. Es sind mehrer Infektionszyklen in einer Vegetationszeit möglich. Nach milden Wintern, überwintertes Ausfallgetreide und regnerisches Wetter im späten Frühjahr ist das Risiko besonders hoch.

Bekämpfung

Gelbrost tritt nesterweise auf und breitet sich rasant bei windig, regnerischer Witterung über den ganzen Schlag aus. Eine Bekämpfung sollte zügig durchgeführt werden. Rost-wirksame Azole zeigen eine gute Wirkung. Mehr dazu finden sie im aktuellen Vegetationsreport (oben).
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