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Getreide

Vegetationsreport: Spätanwendung von Glyphosat

von , am
25.06.2014

Durch das lange Vegetationsjahres und die regional aufgetretenen hohe Niederschläge im Frühjahr sind Zwiewuchs und Lager im Getreide aufgetreten. Beim Einsatz von Glyphosat hat sich einiges verändert.


Sikkation ("Austrocknen") führt zu einer gleichmäßigen Abreife und leichteren Ernte. Ab Ende Mai gelten veränderte Anwendungsbestimmungen für den Glyphosateinsatz und so heißt es beispielsweise "eine Anwendung von Glyphosat zur Arbeitserleichterung (Druschoptimierung) entspricht nicht der guten fachlichen Praxis und ist ab dem 21.05.2014 untersagt." (Auszug, Text der 4. Verordnung zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung vom 08.11.2013 des Bundesrates)
Der Einsatz von Glyphosat auf Teilflächen ist erlaubt, wenn aufgrund von starkem Unkrautbesatz in lagernden Beständen beziehungsweise Zwiewuchs in lagernden oder stehenden Beständen, wo sonst eine Beerntung nicht möglich wäre. Denn ein hoher Unkrautdruck im Bestand führt beispielsweise zu einer hohen Kornfeuchte und Fremdbesatz sowie einem geringerem Ertrag und einem erschwerten Mähdrusch.

Anwendung stärker reglementiert

Eine gute Benetzung und eine hohe Konzentration ist entscheidend für eine sichere Wirkung des Mittels. Weitere Anwendungsbestimmungen für PSM mit dem Wirkstoff Glyphosat (ab 22. Mai):
  • Der Wirkstoffaufwand wurde begrenzt
  • maximal 3600 Gramm Wirkstoff pro ha und Jahr
  • maximal zwei Behandlungen auf derselben Fläche
  • mindestens 90 Tage Abstand zwischen den beiden Behandlungen
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