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Getreide

Vegetationsreport: Späte Weizenaussaat

von , am
16.10.2013

Der Zeitpunkt, ab dem man von einer Spätsaat spricht, ist stark vom Standort abhängig.


Wird ein Winterweizen im Rheinland in den nächsten Tagen bestellt, kann er bis zum Vegetationsende noch einen Bestockungstrieb bilden. Wird hingegen in einer Mittelgebirgslage noch Weizen bestellt, wird dieser kaum bis zum Vegetationsende auflaufen.
 
Bei begrenzter Herbstvegetation muss der Feldaufgang gefördert werden. Eine sehr späte Herbizidmaßnahme kann die Entwicklung und Fitness der Kulturpflanze unter Umständen verzögern. Je flacher gedrillt wird, umso schneller läuft der Weizen auf. Es ist besser, die Saattiefe so zu wählen, dass noch einzelne Körner zu sehen sind, als den gesamten Weizen zentimetertief zu vergraben.

Standraumverhältnis beachten

Da sich der Weizen nicht mehr im Herbst bestocken kann, muss die Saatstärke theoretisch der gewünschten Ährenzahl entsprechen. Hierbei gibt es aber Grenzen. Werden bei 12 cm Reihenabstand mehr als 400 Körner pro m² ausgesät, ist das Standraumverhältnis zu schlecht, es kommt zu Pflanzenausfällen. Bei weiteren Reihenabständen verringert sich die maximale Aussaatstärke entsprechend. Die Sorte sollte sich möglichst im Frühjahr noch lange bestocken, man spricht von einer langtagbetonte Sorte. 
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