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Getreide

Vegetationsreport: Die Trespe vom Feld jagen

von , am
26.06.2013

Ballenstedt - Kathleen Brehmer berichtet diese Woche von einem Schlag in Ballenstedt (Sachsen-Anhalt). Heute erfahren Sie, wie man starkem Trespen- und Ungrasbefall vorbeugen kann.

Die Samen der Trespe (Bromus) verbreiten sich auf natürlichem Weg bis zu zwei Meter weit - jedoch können sie durch den Mähdrescher sechs, zehn oder auch zwölf Meter weit in den Schlag verteilt werden. Somit ist der Grundbaustein für einen starken Trespen- und Ungrasbefall im Folgejahr gegeben.
 
Die Ausbreitung von Trespe (vorwiegend Taube-, Roggen- und Verwechselte Trespe) auf landwirtschaftlichen Flächen hat zugenommen, obwohl die Überlebensdauer des Flachkeimers in tieferen Bodenschichten gering ist. Besonders in diesem Jahr haben sich Ungräser wie Trespe, Windhalm, Ackerfuchsschwanz oder Flughafer in Getreide trotz Herbizidmaßnahmen im Herbst großräumig verbreitet.

Mehrere Wege beschreiten bringt den Erfolg

Die Bekämpfung von Unkräutern und Ungräsern muss im Rahmen des gesamten Ackerbaus durchgeführt werden. Besonders bei der Trespenbekämpfung ist die Auswahl der zur Verfügung stehenden Herbizide in Deutschland gering. Somit sind produktionstechnische Grundlagen wie Feldrandhygiene, angepasste Stoppel- und Grundbodenbearbeitung sowie Fruchtfolge entscheidend.
 
Die Feldränder sollten regelmäßig - in angepasster Schnitthöhe - gemulcht werden, um den Unkraut- und Ungrasdruck auf dem Acker gering zu halten. Eine flache Stoppelbearbeitung führt zu feinkrümeliger Bodenoberfläche und bei etwas Bodenfeuchte zu einem zügigen Keimen von Trespen.
 
Am 4. Juli findet ein Feldtag des Versuchsringes Ostholstein in Zusammenarbeit mit der N.U. Agrar GmbH in Friedrichsthal statt. Beginn ist um 13:30 Uhr.
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