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Getreide

Video-Ratgeber: Bei Gelbrost-Befall schnell handeln

von , am
08.05.2015

Derzeit tritt vereinzelt wieder Gelbrost auf. Landwirte sollten jetzt schnell infizierte Weizenschläge behandeln. Im Video gibt die Pflanzenbauexpertin Tipps zum Gelbrost im Weizen.

 
Typisch für den Befall von Gelbrost oder auch Streifenrost (Puccinia striiformis f.sp.) sind die steifenförmig angeordneten Rostpusteln beidseitig auf den Blättern. Gelbrost ist ein obligater Parasit, der auf der Wirtspflanze Uredosporen (gelb-orange Pusteln) bildet, die in die Pflanze (Blattgewebe) eindringen. Gelbrost tritt nesterweise auf und breitet sich rasant bei windig, regnerischer Witterung über den ganzen Schlag aus. Eine Bekämpfung sollte zügig durchgeführt werden.

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Was begünstigt Gelbrost?
  • Durch Wind und Regentropfen werden die Sporen verbreitet.
  • Warmes und trockenes Wetter sind ungünstig für den Gelbrost.
  • Es sind mehrere Infektionszyklen in einer Vegetationszeit möglich.
  • Nach milden Wintern, überwintertes Ausfallgetreide und regnerischem Wetter im späten Frühjahr ist das Risiko besonders hoch.
Raum Stuttgart: Gelbrostgefahr steigt
 
Wie ISIP schreibt, nimmt im Raum Stuttgart aktuell der Befall mit Gelbrost im Winterweizen standortspezifisch zu. Vielfach ist auch schon Blattseptoria in den Beständen zu finden. Befallene Schläge, die bisher noch nicht behandelt wurden, sollten bei nächster Gelegenheit laut ISIP-Empfehlung unbedingt behandelt werden. Bei geringem Befall sei es ratsam die Spritzung noch bis zum Erscheinen des Fahnenblattes oder bis zum Ährenschieben hinauszuschieben. 

NRW: Mehltau und Gelbrost bestimmen Behandlungsnotwendigkeit

Im Gebiet der LWK Nordrhein-Westfalen bestimmt derzeit im Weizen der Gelbrost, auf Einzelflächen auch der Mehltau die Behandlungsnotwendigkeit. Mehltauanfällige Sorten seien Winnetou, Premio und Smaragd. Elixer zeige teilweise leichten Stängelmehltau - dieser könne toleriert werden.
 
In Normal ‐ und Frühsaaten sind laut LWK Nordrhein-Westfalen seit Anfang Mai frische Septoria Flecken auf dem drittobersten Blatt zu sehen. Diese Flecken resultierten aus den Infektionen um die Monatswende März, April. In der Regel stehen diese Bestände nach Angaben der LWK Nordrhein-Westfalen durch Behandlungen gegen Ende April unter fungizidem Schutz. Hier bestehe derzeit kein weiterer Handlungsbedarf. Mittlere und spätere Saaten wurden hingegen häufig noch nicht breit behandelt. Der Druck mit Septoria sei hier deutlich geringer.
 
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