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Getreide

Video-Ratgeber: Sommergetreide unkrautfrei halten

von , am
13.05.2015

Im Sommergetreide gilt es nun, auf Ungräser und -kräuter zu achten. Auch pilzliche Erreger kommen ins Spiel. Der Landwirt baut jetzt mit Herbiziden und Fungiziden vor, damit der Ertrag im Sommer stimmt.


Im Sommergetreidebau kommt es zu einem schnellen und gleichmäßigen Auflauf der Kultur und der Unkräuter. Wie die LfL Bayernschreibt, leistet Sommergetreide aufgrund der zügigen Entwicklung eine gute Konkurrenz gegen die jeweilige standortspezifische Unkrautflora. Trotzdem sei eine gezielte Unkrautbekämpfung wichtig, so die LfL Bayern.
 
Neben der Verbesserung der Erntequalität rechnet die LfL bei einer erfolgreichen Unkrautbekämpfung mit einer Ertragsabsicherung zwischen 15 bis 30 Prozent, was die Herbizidbehandlung im Sommergetreide wirtschaftlich macht.

Unkrautspektrum im Wintergetreide

Auf dem Sommergetreideschlag treten unter anderem wärmeliebende Unkräuter wie
  • Gänsefuß-,
  • Melde-,
  • Hohlzahn- und
  • Knöterich-Arten verstärkt auf.
Des Weiteren findet der Landwirt im Sommergetreide typische Leitunkräuter wie
  • Stiefmütterchen,
  • Hirtentäschel- und Hellerkraut,
  • Vogelmiere und Kamille 
Die wichtigen Ungräser Acker-Fuchsschwanz und Windhalm spielen dagegen praktische keine Rolle. Das Hauptungras ist der Flughafer und speziell in lückigen Beständen können auch Hirse-Arten zum Problem werden. Das gilt ebenfalls für die Acker-Kratzdistel und weitere, schwer bekämpfbare Wurzelunkräuter, wie beispielsweise Landwasser-Knöterich, Winden-Arten und Acker-Schachtelhalm.
 
Hieraus ergibt sich laut LfL Bayern neben der Standard-Herbizidbehandlung im frühen Nachauflauf häufig noch ein Bedarf für gezielte Spätbehandlungen, um eine Ausbreitung von Wurzelunkräutern zu verhindern.
 

Mechanische Unkrautkontrolle im Ökolandbau

ImÖkolandbau sind die Möglichkeiten der mechanischen Unkrautkontrolle im Sommergetreide laut LfL Bazern wesentlich günstiger als im Wintergetreidebau.
  • Die durch den Striegeleinsatz kaum bekämpfbaren Ungräser (Ackerfuchsschwanz, Windhalm) kommen im Sommergetreide praktisch nicht vor.
  • Die typischen, wärmeliebenden Unkräuter, die im Sommergetreide zügig auflaufen, lassen sich bei günstigen Bodenbedingungen wirkungsvoll mit einer Striegelbehandlung unterdrücken.
  • Lediglich die Wurzelunkräuter stellen für den Ökolandbau eine Herausforderung dar, die nur durch verschiedene ackerbauliche Maßnahmen im Griff gehalten werden kann.

Chemische Unkrautbekämpfung im Wintergetreide

In den sehr kleinen Kulturen Durum oder Sommerhartweizen, -roggen und -triticale sind nur wenige Präparate zugelassen. In Sommerroggen gibt es gar kein zugelassenes Herbizid.
 
In den wichtigsten Sommergetreidearten, Sommergerste und Hafer, steht für die chemische Unkrautbekämpfung hingegen eine breite Palette an Herbiziden zur Verfügung. Obwohl die Flächenbedeutung von Sommerweizen wesentlich geringer ist, sind in der Kultur genauso viele Herbizide zugelassen wie in der Sommergerste.
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