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Agrarreform

Videotipp GAP: Diese Fragen zur Agrarförderung sind noch offen

Pflanzenschutzspritze an einem Gewässer

In einer Expertenrunde konnten Landwirte ihre Fragen zur Agrarreform loswerden. Heikle Punkte sind noch offen.

am Freitag, 21.01.2022 - 12:47

Was ändert sich mit der neuen Agrarförderung ab 2023, worauf muss ich schon in diesem Jahr achten? Fachleute aus Politik, Bauernverband und Landwirtschaftskammer Niedersachsen haben in einer zweistündigen Informationsveranstaltung am 20. Januar viele Fragen zur GAP diskutiert.

    Von Anbauplanung bis Wirtschaftlichkeit – Landwirte brauchen Sicherheit

    Anhand konkreter Rechenbeispiele wurde klar, dass für die Einkommensgrundstützung (Konditionalität) teure Vorleistungen erbracht werden müssen. Ob die Teilnahme an den freiwilligen, bundeseinheitlichen Ökoregelungen (Eco-Schemes) wirtschaftlich sinnvoll ist oder ein Draufzahlgeschäft wird, muss jeder Betrieb unbedingt individuell berechnen.

    Rund 900 Landwirtinnen und Landwirte haben die Expertenrunde live verfolgt und Fragen gestellt. Dabei wurde deutlich, dass viele Details in der konkreten Ausgestaltung noch offen sind, unter anderem zu den Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKM).

      Zentrale offene Fragen rund um die GAP-Reform

      • Was muss bei der Anbauplanung 2022 schon beachtet werden?
      • Welche Kosten verursachen die GLÖZ-Auflagen ("Guter und ökologischer Zustand der Flächen") in der neuen Einkommensgrundstützung?
      • Wann stehen die Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen fest, die ich im Antrag bis Mai 2022 angeben muss?
      • Sind die freiwilligen, einjährigen Ökorregelungen einkommenswirksam?
      • Können Gewässerrandstreifen als Stilllegung anerkannt werden?
      • Warum ist eine Stilllegung nur mit Selbstbegrünung zulässig?
      • Wann zählen Stoppel als Begrünung über den Winter?
      • Mit welchen wirtschaftlichen Nachteilen müssen Grünlandbetriebe in Moorgebieten rechnen?
      • Wie hoch fällt die Junglandwirteförderung künftig aus?

      Den Fragen aus der Praxis haben sich gestellt:

      • Ruth Beverborg, Leiterin Betriebswirtschaft der Landwirtschaftskammer Niedersachsen
      • Dr. Jürgen Wilhelm, Leiter Agrarpolitik, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
      • Manfred Tannen, Vizepräsident des Landesbauernverbands Niedersachsen
      • Dr. Thorsten Hollmann-Hespos, Leiter Förderung Landwirtschaftskammer Niedersachsen
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