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Lagerhygiene

Vorratschädlinge: Jetzt das Getreidelager kontrollieren

Getreidelager
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
14.11.2018

Oft sind die Temperaturen im Lager jetzt noch deutlich höher als üblich. Checken Sie jetzt besser auf Motten und Käfer, um unschöne Überraschungen zu vermeiden.

Mittlerweile liegt die Getreideernte einige Wochen zurück. Das Getreide konnte zwar unter guten Bedingungen und überwiegend sehr trocken eingelagert werden.

Allerdings haben die hohen Umgebungstemperaturen bis in den Herbst angehalten. Daher gilt es jetzt, Schädlinge im Lager im Blick zu behalten, rät das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Westerwald-Osteifel.

Käfer im Futterparadies

Neben dem Kornkäfer im Getreide können auch verschiedene Motten vorkommen, beispielsweise Mehlmotten, Getreidemotten und Kornmotten.

Der Kornkäfer ist ein 2,5 bis 5 mm langer Rüsselkäfer. Er frisst die Körner von innen heraus auf und hinterlässt leere Hüllen.

Motten am Gespinst zu erkennen

Motten bzw. Larven sind je nach Art 5 bis 12 mm groß und sie sind an einem spinnennetzartigen Gespinst zu erkennen, das die oberen Kornschichten netzartig zusammenklebt. Die Körner werden im späteren Verlauf ausgefressen.

Kot und die Gespinste der Larven verunreinigen das Lagergut. Für eine Weiterverarbeitung zu Lebensmitteln ist es dann nicht mehr geeignet. Im Nachgang kann das entstehende Fraßmehl (auch bei Kornkäfern) verschimmeln und von Milben besiedelt werden.

Wichtigste Maßnahmen sind die trockene Lagerung und eine Kühlung des Erntegutes.

Kaum Lagerbefall von Raps

Im Raps wurde bisher weniger Lagerschaden gemeldet. In den letzten Jahren wurde gelegentlich die Modermilbe entdeckt. Sie ist 0,3 bis 0,4 mm groß und schädigt durch Fraß und Übertragen von Schimmel. Auch sinkt die Keimfähigkeit.

Mit Material von DLR Westerwald-Osteifel

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