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Schossbeginn

Wachstumsregler und Frostgefahr: Das sollten Sie jetzt beachten

Wachstumsreglereinsatz in Wintergerste
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
12.04.2019

Die Temperaturen sind gerade wieder im Keller, aber das Getreide geht ins Längenwachstum. Wie und wann sollte man jetzt einkürzen?

In den kommenden Tagen sollen die Temperaturen regional deutlich unter null Grad fallen, bevor sie zum Osterwochenende hin wieder steigen. Der Frost bringt einige Probleme mit sich, darauf weist das Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) Eifel hin. Die Getreidebestände, besonders die Wintergerste, sind bereits in der Schossphase.

Auf das schnelle Längenwachstum gelte es bald zu reagieren: „Auf Standorten mit hohem Ertragspotenzial sollte die Standfestigkeit mit zwei Wachstumsreglermaßnahmen abgesichert werden.“ Den ersten Wachstumsreglereinsatz empfehlen die Berater im Stadium 31/32, das in einigen Beständen des DLR-Beratungsgebiets schon erreicht ist.

Vorsicht bei Frost

Ein Wachstumsreglereinsatz bei Gefahr von Frost verbietet sich aus Verträglichkeitsgründen.

In vielen Beständen müssen die Wachstumsregler also gleich nach der letzten Frostnacht ausgebracht werden. „Darauf sollte man entsprechend vorbereitet sein und die zum Einsatz kommenden Mittel auf dem Hof haben.“

Mengen anpassen

Die Aufwandmenge beim Wachstumsregler richtet sich nach

  • der Bestandesdichte,
  • der Stickstoffdüngung (Nachlieferung aus dem Boden durch langjährige organische Düngung),
  • dem Ertragsniveau,
  • der Lagergefahr der Sorte.

Standfestigkeit beachten

Mehrzeilige Wintergerste benötigen in der Regel eine etwas höhere Menge an Wachstumsreglern als zweizeilige Sorten.

Sorten mit geringer Standfestigkeit sind beispielsweise KWS Meridian, KWS Kosmos, KWS Higgins, SY Galileoo. Gut standfest sind unter anderem SU Ellen, Sandra, KWS Tonic und California.

Welche Wachstumsregler sich empfehlen

Für den Einsatz zu BBCH 31/32 haben sich laut DLR in den letzten Jahren Moddus und andere Trinexapac-haltige Produkte, Medax Top oder Prodax bewährt. Kombiniert mit 0,8 l/ha Input CL oder 0,5 l/ha Proline (oder eine Teilmenge anderer Azole mit Wirkung auf Netzflecken und Rhynchosporium), werden Infektionen mit Netzflecken oder Rhynchosporium bis zum Stadium 39 verhindert.

Die Berater aus der Eifel warnen: „Auch diejenigen, die ihre Wintergerste nur einmal mit Wachstumsregler und Fungizid behandeln möchten, sollten sich nicht zurücklehnen. Die Bestände werden zügig weiterwachsen und schon bald das letzte Blatt schieben.“

Mit Material von DLR Eifel

Weniger Druck, mehr Bodenschutz

Case Quadtrac
Conrad Waydelin
Striptill mit Köckerling und Horsch
Köckerling Master
Striptill in Stoppel
Waydelin Conrad auf dem Acker
Sandboden auf der Hand
Keimling mit Stroh
Conrad Waydelin neben seinem Deutz mit Ballonreifen
Streifenbearbeitung im trockenen Spätsommer
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