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Ährenbehandlung

Waschküchenwetter: Achtung, Infektionen mit Fusarium drohen!

Grannenweizen zur Blüte
am Freitag, 11.06.2021 - 11:35 (Jetzt kommentieren)

In diesem Jahr ist das Fusariumrisiko verbreitet so groß wie in den letzten Jahren nicht. Kontrollieren Sie jetzt Ihren Weizen im Bestand, nicht nur von außen.

Aktuell ist die Gefahr einer Fusariuminfektion der Weizenähren deutlich höher als in den Vorjahren. Die Temperaturen sind gestiegen und – auch wenn lokal sehr unterschiedlich – fällt fast täglich mehr oder weniger Regen.

„An manchen Tagen haben wir mit durchgängiger Feuchtigkeit reines Waschküchenwetter“, sagt der Pflanzenbauberater Gerhard Münkel aus Sinsheim.

Oben schon Staubbeutel, unten ist die Ähre noch nicht komplett

Auch die späteren Sorten, wie etwa RGT Reform, haben in Münkels Beratungsgebiet im nordwestlichen Baden-Württemberg bereits die Staubbeutel an der Ähre – selbst wenn die Ähre noch gar nicht komplett aus der Blattscheide geschoben ist.

Der dringende Rat des Pflanzenbauexperten: „Lassen Sie sich nicht vom Längenwachstum täuschen und kontrollieren Sie täglich im Bestand und nicht von außen.“

Frühere Fungizidmaßnahmen wirken nicht gegen Fusarium

Wichtig zu wissen ist, dass alle Fungizidbehandlungen, die zuvor durchgeführt wurden, nicht auf eine Fusariuminfektion wirken.

Vor allem nach der Vorfrucht Mais und bei Mulchsaaten mit hohen Mengen an organischer Substanz auf der Bodenoberfläche ist die Infektionsgefahr am höchsten.

Aufbrauchfristen von Osiris und DON-Q beachten

Einige fungizide Wirkstoffe haben ihre Zulassung verloren und die Aufbrauchfrist endet in diesen Monaten. Neben Osiris muss in diesem Jahr auch DON-Q aufgebraucht werden.

Mit Material von Gerhard Münkel, Landwirtschaftsamt Sinsheim
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