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Getreideaussaat

Wechselweizen: Alternative zu spätem Winterweizen

Weizenaussaat
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
27.11.2018

Wenn die Aussaatbedingungen nicht passen, kommt Wechselweizen ins Spiel. Von Oktober bis April kann er gesät und mit reduzierten Betriebsmitteln geführt werden.

Nach spät räumenden Hauptfrüchten oder nicht optimaler Witterung verzögert sich die Aussaat von Winterweizen oft. Wechselweizen kann bei Spätsaat eine interessante Alternative sein, weil er im Aussaatzeitpunkt deutlich flexibler als Winterweizen ist.

Typischer Winterweizen benötigt – anders als Sommersorten – einen ausgeprägten Kältereiz, um zur Blüte zu gelangen. Die so genannte Vernalisation findet in der Regel unter 4 °C statt und dauert je nach Sorte bis zu acht Wochen. Bei zu später Aussaat kann der Vernalisationsprozess nicht vollständig abgeschlossen werden.

Frohwüchsig und frosttolerant

Wechselweizen kombiniert die Vorteile beider Sortentypen: Frosttoleranz und Ertragspotenzial von Winterweizen mit der Wuchsfreudigkeit und der Qualität von Sommerweizen. Und das bei nur gering vorhandenem Vernalisationsbedarf.

Wechselweizen kann mit diesen Eigenschaften von Mitte Oktober bis Mitte April ausgesät werden. Auf Phasen mit Frühsommertrockenheit bleibt die Wüchsigkeit beim Wechselweizen, anders als beim Winterweizen, erhalten. Die Bestandsbildung reagiert weniger empfindlich.

Welche Sorten sich eignen

Eine aktuelle Empfehlung des Dienstleistungszentrums ländlicher Raum (DLR) Rheinland-Pfalz: Sommerweizen mit Wechselweizeneignung kann ab Ende November anstelle von spätem Winterweizen gesät werden.

Das DLR empfiehlt dazu die Sommerweizensorten Cornetto (A) und Quintus (A) und beschreibt die Sorten wie folgt (1 = sehr gering bis 9 = sehr hoch):

Cornetto: begrannt, Reife etwas später (6), fallzahlstabil, gering mehltauanfällig (2), zu achten ist auf Blattseptoria (6) und Gelbrost (5), mittlere Standfestigkeit (5).

Quintus: begrannt, mittlere Reife (5), geringe Anfälligkeit für Ährenfusarium (3), Gelbrost (2) und Braunrost (3), zu beachten ist Mehltau (6). Die Fallzahlstabilität ist durchschnittlich.

Die empfohlene Saatstärke liegt bei etwa 400 keimfähige Körner/qm. Bei groben Böden ist ein Zuschlag von rund 10 Prozent sinnvoll.

Wassermangel: Bodenschluss herstellen

Aktuell berichtet das DLR aus dem Altrheingebiet: Auf tonreichen, gröber liegenden Böden ist die Keimwasserversorgung für den spät gesäten Winterweizen immer noch knapp. Dort liegen die Körner nicht am kapillaren Wasseranschluss.

Empfehlung der Berater: Saaten kontrollieren, anwalzen, gegebenenfalls sogar moderat beregnen. Optimal wäre durchdringender Regen.

Mit Material von DLR Oppenheim

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