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Düngerecht

Weizen bei 8,4 Prozent Protein: Dänen dürfen wieder mehr düngen

AgE
am
02.12.2015

Kopenhagen - Während in Deutschland die Düngeverordnung strengere Regeln vorsieht, reagiert Dänemark jetzt auf die Auswirkungen ihrer bisher strikten Begrenzung der Düngermenge.

Der mittlere Proteingehalt beim Weizen sank in Dänemark in den letzten Jahren auf 8,4 Prozent. © Mühlhausen/landpixel

In Dänemark ist eine Novelle des strengen Düngerechts geplant, die praktische Vereinfachungen und wirtschaftliche Vorteile für die dortigen Ackerbauern mit sich bringen soll. Der Gesetzentwurf, der in der vorvergangenen Woche von Landwirtschaftsministerin Eva Kjer Hansen dem Parlament vorgelegt wurde, sieht unter anderem eine Anhebung der Nährstoffobergrenzen vor. Damit sollen die Landwirte nach Angaben des Agrarressorts in die Lage versetzt werden, die Düngergaben wesentlich stärker als bisher am Bedarf der Pflanzen auszurichten.

Dies stellt eine Kehrtwende in der bisher sehr restriktiven dänischen Düngepolitik dar. Diese hatte in den letzten zwei Jahrzehnten zwar mit immer schärferen Obergrenzen für einen erheblichen Rückgang der Nährstoffeinträge in die Umwelt gesorgt; gleichzeitig musste die Landwirtschaft aber auch einen stetigen Rückgang der durchschnittlichen Eiweißgehalte im Getreide hinnehmen.

Proteingehalt nur noch bei 8,4 Prozent

Im letzten Jahr hatte der Weizen in dem skandinavischen Land beispielsweise nur noch einen mittleren Proteingehalt von 8,4 Prozent. Durch den Qualitätsverlust sank nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der proteinschwachen Weizenpartien aus Dänemark; zusätzlich müssen in der dortigen Fütterung oft importierte Proteinfuttermittel zur Ergänzung der Futtermischungen eingesetzt werden, was weitere Kosten verursacht.

Ministerium rechnet mit bis zu 134 Mio. Euro Mehreinnahmen

Das Ministerium geht davon aus, dass die dänische Landwirtschaft aufgrund der Lockerung der Düngevorschriften zusätzliche Einnahmen zwischen umgerechnet 67 Millionen (Mio.) Euro und 134 Mio. Euro pro Jahr erzielen dürfte. Das dänische Agrarforschungszentrum (Seges) rechnet wegen höherer Erträge und besserer Getreidequalitäten sogar mit einem jährlichen Einnahmeplus von bis zu 400 Mio. Euro.

Die Zulassung höherer Düngergaben wird nach Überzeugung von Kjer Hansen in jedem Fall einen erheblichen finanziellen Schub und eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der dänischen Ackerbauern mit sich bringen. Die Ministerin zeigte sich optimistisch, dass die Novelle pünktlich zur Frühjahrsbestellung abgeschlossen sein wird

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