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Getreide

Weizen: Ernteprognosen ziehen Preise runter

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von , am
09.03.2015

Die neuen Ernteprognosen für die globale Weizenernte liegen nur knapp unter dem vergangenen Rekordjahr. Die Preise reagierten auf diese Nachricht und gaben auch in Deutschland nach.

© Mühlhausen/landpixel
In der vorigen Woche sind die Weizenpreise vor allem in den USA, aber auch in Europa zurückgegangen. Innerhalb einer Woche verloren die Weizenpreise in den USA rund sechs Prozent. In Europa war die Korrektur deutlich moderater, dennoch verloren die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt im Wochenverlauf ebenfalls rund zwei Prozent. Am deutschen Kassamarkt konnten sich die Weizenpreise knapp behaupten. Am Montag Vormittag folgen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt den sehr festen Vorgaben aus den USA nach oben und beginnen den Handel deutlich im grünen Bereich. 

Weizenpreise starten fester in die neue Woche

Die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt haben sich am vergangenen Freitag fast nicht verändert. Der Maikontrakt für den Matif-Weizen ging mit 184,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag sind die Preise damit oder 0,25 Euro zurückgegangen. Die neue Ernte kostete 184 Euro und damit 0,25 Euro mehr als am Vortag. Am Montag Vormittag folgt der Maitermin Weizen am europäischen Terminmarkt zunächst den sehr festen Vorgaben aus Chicago nach oben und liegt ein Euro im Plus bei 185,75 Euro.

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Aktuelle Marktdaten finden Sie in unserer Rubrik Märkte und Preise...

Ernteprognosen auf Rekrodniveau

Verantwortlich für den Preisdruck in den USA waren auch die derzeitigen Ernteprognosen für 2015. So schätzt das russische Landwirtschaftsministerium die russische Getreideernte 2015 auf 100 Millionen Tonnen (Mio. t) und damit nur geringfügig kleiner als im aktuellen Jahr mit 104 Mio. t. Ausgesprochen optimistisch äußerten sich zudem auch die FAO in einer ersten Ernteprognose für 2015 sowie die Analysten der privaten Analystenfirma Informa Economics zur neuen Weizenernte 2015. So schätzte die FAO die nächste globale Weizenernte auf 720 Mio. t und damit nur geringfügig kleiner als die Rekordernte aus dem letzten Jahr mit 727 Mio. t. Die Ernteschätzung von Informa Economics liegt ebenfalls bei 720,5 Mio. t. Damit wäre die Versorgungslage am Weizenmarkt auch im nächsten Wirtschaftsjahr sehr komfortabel, auch wenn vor allem Europäer und Russen wohl weniger Weizen ernten und exportieren werden wie im aktuellen Wirtschaftsjahr.
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