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Getreide

Weizen: Europäischer Export weiter sehr stark

© Mühlhausen/landpixel
von , am
18.02.2013

Die Europäische Union exportiert trotz des starken Euros viel Weizen in Drittländer. Dabei stehen Frankreich und Deutschland an der Spitze der Einzelexporteure.

In der letzten Woche konnte der Weizen an den euopäischen Märkten zulegen. © Mühlhausen/landpixel
Der Weizenexport der europäischen Union läuft trotz der kräftigen Aufwertung des Euros weiterhin ganz hervorragend, denn das Angebot am Weltmarkt bleibt bis zur neuen Ernte knapp. Das gilt offenbar in zunehmendem Maße auch für Qualitätsweizen und hochwertigen Brotweizen aus Deutschland und den baltischen Ländern. Bestätigt wird diese Einschätzung durch die laufenden Exportdaten.
 
 
 

EU exportierte bisher 420.000 Tonnen in Drittländer

In der Kalenderwoche bis zum 12. Februar exportierten die EU-Länder 420.000 Tonnen (t) Weizen in Drittländer. Davon kam der größte Teil mit 205.000 t aus Deutschland. Frankreich verkaufte in dieser Woche 145.000 t in Drittländer und Litauen exportierte 25.000 t. Insgesamt beläuft sich die Weizenausfuhr Mitte Februar auf 12,1 Millionen Tonnen (Mio. t) und ist damit 44 Prozent (%) oder 3,7 Mio. t größer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (8,4 Mio. t).

Frankreich und Deutschland an der Spitze

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Größter Einzelexporteur der EU ist nach wie vor Frankreich. Die Gesamtausfuhr der Franzosen in Drittländer beläuft sich bis zum 12. Februar auf 5,1 Mio. t Weizen und damit auf gut 40 % der europäischen Gesamtexporte. Auf Position zwei der wichtigsten europäischen Exporteure liegt Deutschland, mit einem Ausfuhrvolumen von drei Millionen Tonnen oder rund ein Viertel der Gesamtausfuhr. Im letzten Jahr hatte Frankreich zu diesem Termin nur 4,1 Mio. t Weizen in Dritt er exportiert und Deutschland 2,3 Mio. t.

Litauen exportiert mehr Weizen als Rumänien

Immerhin 1,1 Mio. t Weizen exportiert in diesem Jahr Litauen und 0,8 Mio. t Weizen kommt trotz einer eher schwachen Ernte aus Rumänien. Vor einem Jahr lagen die litauischen Exporte nur bei knapp 0,3 Mio. t und Rumänien verkaufte im Vorjahr 0,45 Mio. t in Länder außerhalb der EU. Ein weiterer wichtiger Exporteur ist in diesem Jahr Lettland mit einer Ausfuhrmenge von 0,6 Mio. t. Rund 0,86 Mio. t Weizen (unterschiedlicher Herkunft) wurde im laufenden Wirtschaftsjahr außerdem über die niederländischen Exporthäfen verschifft. Mehr als 0,1 Mio. t Weizen verkauften außerdem Bulgarien und Ungarn in Drittländer. Dagegen blieben die polnischen Exporte deutlich unter dieser Marke.

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