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Getreide

Weizen hält sich bei 175 Euro/t

von , am
05.10.2015

Zum Monatswechsel befinden sich die europäischen Weizenpreise in einer Seitwärtsbewegung, während die Weizenpreise in den USA zuletzt gestiegen sind. Russland bringt verstärkt Weizen in den Markt.

Die Kassapreise beim Weizen sind aktuell (mit Ausnahme von E-Weizen) deutlich besser als im vorigen Jahr. © Mühlhausen/landpixel
Als Grund für die gegenläufige Preisentwicklung sieht Dr. Olaf Zinke, Marktexperte des agrarmanager, die unterschiedlichen Erntedaten. Während die EU-Kommission die europäische Weizenernte zum Monatswechsel noch einmal kräftig nach oben korrigiert hat, setzte dass USDA die US-Weizenernte deutlich nach unten.
 
Allerdings sind die US-Preise mittweile im Vergleich zu den Wettbewerbern aus Europa und Kanada sehr hoch und die Ausfuhr bleibt deutlich hinter den bisherigen Erwartungen zurück. In der vorigen Woche meldete das USDA die bislang schwächste Ausfuhrmenge des Wirtschaftsjahres (77.000 t). In Kanada hat man die Weizenernte in der vorigen Woche hingegen ein weiteres Mal um 0,5 Mio. t nach oben korrigiert und liegt jetzt bei 26,1 Mio. t.
 
Der vordere Dezemberkontrakt für den Matif-Weizen ging am Freitag mit 175,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (176,25 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 0,3 Prozent beziehungsweis 0,50 Euro nachgegeben. Der Märzkontrakt für den Matif-Weizen wurde am Freitag mit 184,25 Euro/t gehandelt. Gegenüber dem Vortag (184,25 Euro) haben die Märzpreise damit um 0,25 Euro nachgegeben. Das Preisniveau der Vorwoche (176,50 Euro) wurde vom Dezemberweizen um 0,75 Euro verfehlt. Das sehr niedrige Kursniveau vom vorigen Jahr (155,50 Euro) übertrafen die Weizenpreise für den Dezembertermin um 20,25 Euro bzw. 13,0 Prozent.

Russland senkt Exportzölle für Weizen


Russland hat seine Exportzölle für die Weizenausfuhr gesenkt und erhöht damit den Druck auf die aktuellen Weltmarktpreise. Im September hatten die russischen Weizenexporte kräftig Fahrt aufgenommen und erreichten den höchsten Wert in diesem Wirtschaftsjahr. Der Abstand zu den sehr hohen Vorjahresmengen hat sich deutlich verkleinert. Bis zum 30. September hatten die Russen 7,6 Mio. t Weizen exportiert. Die ukrainischen Ausfuhren lagen zum gleichen Termin bei 5,5 Mio. t.
 

Europäische Kassapreise kaum verändert

Am deutschen Kassamarkt haben sich die Weizenpreise in der vorigen Woche (02. Oktober) kaum verändert:
  • Brotweizen (12 % Protein) notierte am deutschen Exporthafen in Hamburg mit 176 Euro/t (plus 1 Euro geg. Vorwoche)
  • Für A-Weizen (13 % Protein) wurden am Exporthafen Hamburg 182 Euro/t geboten (plus 1 Euro geg. Vorwoche)
  • Für E-Weizen (14 % Protein) lagen die Angebotspreise in Hamburg bei 191 Euro (plus 1 Euro gege. Vorwoche)
  • Beim größten europäischen Weizen-Exporteur Frankreich, wurde der Brotweizen der neuen Ernte (mit 11 % Protein), am wichtigsten Handelsplatz in Rouen, am heutigen Montag mit 162 Euro/t gehandelt und damit zwei Euro höher als in der vorigen Woche (160 Euro).
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