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Getreide

Weizen: Preisdruck vor neuem USDA-Report

© Norbert Anspach/aboutpixel
von , am
11.08.2014

Nachdem sich die Weizenpreise vor dem Monatswechsel erholt hatten, standen sie Ende letzter Woche wieder unter Druck. Heute starteten sie im vorbörslichen Handel in Übersee mit einem Prozent Minus.

© Dusan Kostic/fotolia.com
Am Ende der ersten Augustwoche kommt der Weizen am Weltmarkt wieder unter Druck, nachdem es vor dem Monatswechsel sowohl in Europa als auch in Übersee eine kräftige Zwischenerholung gegeben hatte.
 
Auch heute Vormittag (MEZ) starten die Weizenpreise im elektronischen vorbörslichen Handel in Übersee mit einem weiteren Minus von etwa einem Prozent (%), nachdem es am letzten Freitag bereits um gut zwei Prozent nach unten ging.

Grund für den erneuten Preisdruck sind die erwarteten bärischen Daten aus dem für Dienstag Abend anstehenden USDA-Report. Analysten rechnen sowohl weltweit als auch für die USA mit einer weiteren Aufwärtskorrektur der Erntemenge und der Bestände. Die globale Produktionsmenge könnte sogar einen neuen Rekordwert erreichen.

EU-Weizenpreise können sich nicht halten

In der Europäischen Union sind die Weizenpreise am Ende der letzten Woche wieder gefallen und liegen damit weiterhin deutlich unter den Preisen der Ernte 2013. Ende letzter Woche kostete der Weizen in Paris trotz einer moderarten Erholung nur noch 174,25 Euro je Tonne (Euro/t) und damit drei Euro mehr als eine Woche (171,25 Euro) zuvor und knapp zehn Euro weniger als zur Ernte 2013.

Preise für Brotweizen relativ fest

Am Kassamarkt hatten die Weizenpreise in der letzten Woche zunächst zugelegt, sind dann aber am Ende der Woche wieder unter Druck geraten. Am Großmarkt in Hamburg handelte man den Brotweizen für den Septembertermin vergangenen Freitag mit 186 Euro/t und damit immerhin noch sechs Euro teurer wie eine Woche zuvor. Ein Grund für den Preisanstieg bei Brotweizen dürfte die gute Exportnachfrage sein. Am heutigen Montag dürfte es jedoch auch hier Preiskorrekturen nach unten geben.
 
Die Preisvorstellungen für Brotweizen für die Anlieferung im November lagen am Exporthafen in Hamburg am Freitag bei 189 Euro/t und damit sogar sieben Euro höher als eine Woche zuvor. Futterweizen wurde in Hamburg am Freitag hingegen mit 178 Euro/t notiert und damit sogar fünf Euro preiswerter als vor einer Woche.
 
In Südwestdeutschland lagen die Preisangebote (franko südwestd. Mühle) für Brotweizen am Ende der letzten Woche bei etwa 173 Euro/t und damit einen Euro niedriger als eine Woche zuvor.
 
 

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