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Getreide

Weizen: Preise fallen unter die 190-Euro-Marke

© landpixel
von , am
29.07.2013

Die Weizenpreise für die neue Ernte sind am europäischen Terminmarkt am Donnerstag unter die Marke von 190 Euro je Tonne gefallen. Auslöser für den Preisdruck ist der Maismarkt.

Am Tagesende notierte der Weizen bei 172,75 Euro je Tonne. © Rainer Sturm
Die Weizenpreise für die neue Ernte sind am europäischen Terminmarkt am Donnerstag unter die Marke von 190 Euro/t gefallen. Der Novemberkontrakt ging mit 188,50 Euro aus dem Handel und auch die folgenden Termine schlossen unterhalb der psychologisch und technisch wichtigen Marke von 190 Euro. Damit rutschten die europäischen Weizenpreise auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Monaten.
 
Vor dem Hintergrund des erwarteten größeren europäischen Angebots und der schärferen Konkurrenz vom Schwarzen Meer haben die europäischen Weizenpreise seit Juni mehr als 30 Euro je Tonne (Euro/t) verloren.

Preisdruck geht vom Maismarkt aus

Auslöser für den derzeitigen Preisrückgang waren aber nicht so sehr die aktuellen Angebots- und Ernteprognosen für Europa oder am Schwarzen Meer als vielmehr der Preisdruck, der von den fallenden Mais- und Sojapreisen in den USA ausgeht.
 
Auch dort haben die Weizenpreise mit den Maispreisen zuletzt spürbar verloren, konnten sich im Vergleich (zum Mais) jedoch noch einigermaßen behaupten. 

Schwarzmeerländer: Weizenernte drückt Preise weiter

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Derzeit ist die Winterweizenernte in den USA bereits zu drei Vierteln beendet und am Schwarzen Meer sind zwischen 50 (Russland) und 90 Prozent (Ukraine) der Weizenernte eingebracht. Diese Mengen drücken natürlich zusätzlich auf die Märkte und die Preise. Das verdeutlicht auch die aktuelle Entwicklung im Export.
 
Obwohl die Ernte von Winterweizen in Deutschland noch nicht begonnen hat und damit an den Märkten noch kein physischer Erntedruck besteht, geben auch hier die Preise deutlich nach.
 
 

Erntestart 2013: Durchschnittlich soll's werden

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