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Getreide

Weizen: Preisprognosen und Exportdaten sorgen für Druck

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von , am
25.02.2014

Mit Preisabschlägen für Weizen ging die letzte Handelswoche zu Ende. Dieser Trend setzte sich am Montagvormittag im vorbörslichen elektronischen Handel fort.

© Mühlhausen/landpixel
Weizen musste zum Wochenschluss Preisabschläge hinnehmen - ein Trend, der sich auch zu Wochenbeginn fortgesetzt hat.
 
Dabei waren die Exportzahlen der Amerikaner in der letzten Woche schwach ausgefallen, während die Weizenausfuhren der Europäer (nach einer schwachen Vorwoche) wieder spürbar zulegten. Gleichzeitig setzten die auf der Outlook-Konferenz des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) gemachten Produktions- und Preisprognosen den Markt unter Druck.

Weizenpreise sollen deutlich fallen

Im Rahmen seiner Outlook-Konferenz Ende letzter Woche schätzte das USDA die Aussaatfläche für die neue US-Weizenernte 2014/15 auf 22,47 Millionen Hektar (Mio. ha). Die neue Ernte könnte nach den Prognosen des USDA mit 58,79 Millionen Tonnen (Mio. t) jedoch etwas größer sein als im letzten Jahr mit 57,97 Mio. t.
 
Vor allem aber rechnet das USDA mit einem weiteren sehr deutlichen Rückgang der Preise. Während die US-Weizenpreise im Wirtschaftsjahr 2012/13 durchschnittlich bei 209 Euro je Tonne (Euro/t) lagen, waren es im laufenden Jahr nur noch 182 Euro je Tonne. Für das nächste Wirtschaftsjahr rechnet das USDA allerdings nur noch mit Preisen von 142 Euro und damit mit einem weiteren Preisrückgang von 22 Prozent.

Europäische Exporte erholen sich wieder

Die europäischen Weizenexporte (Lizenzen) legten in der letzten Abrechnungswoche bis zum 18. Februar deutlich auf 756.000 t zu, nachdem die Verkaufsmenge in der Woche zuvor mit 315.000 t auf den niedrigsten Stand seit 17 Wochen gefallen waren.
 
Deutschland verkaufte in der aktuellen Abrechnungswoche 197.000 t und Frankreich 344.000 t. Für die EU 28 erreichen die Verkäufe von Weizen in Drittländer bisher einen Umfang von 19,23 Mio. t. Das sind 52 % mehr als im schon guten letzten Jahr .

Europäischer Weizen behauptet sich

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
In der Europäischen Union haben die Weizenpreise am Freitag etwas nachgegeben. Im Wochenverlauf waren die Kurse zunächst bis knapp unter die 200-Euro-Marke gestiegen, konnten diese aber dann nicht überwinden. Am Freitag kostete der Weizen für den Märztermin an der MATIF knapp 198,25 Euro/t und damit 0,5 Euro weniger als am Vortag.
 
Am europäischen Kassamarkt haben die Weizenpreise am Ende der Woche nachgegeben. Am Großmarkt in Hamburg handelte man den Brotweizen am Freitag mit 200 Euro/t und damit drei Euro preiswerter als am Vortag - jedoch teurer als letzte Woche. Futterweizen zur Lieferung im Februar kostete in Hamburg 196 Euro/t (-1) und A-Weizen wurde mit 203 Euro/t (-2) notiert.

Die ausführliche Meldung finden Sie in unserem Marktkompass ...
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