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Getreide

Weizen: Starker Welthandel und höhere Weizenpreise

© Mühlhausen/landpixel
von , am
05.11.2013

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat die globale Weizenernte in seiner neuesten Prognose weiter nach oben gesetzt. Der Welthandel ist (fast) auf Rekordniveau, die Preise steigen.

An der Matif verlor beim Weizen 3,75 Euro auf 187,50 Euro je Tonne. © hapo/landpixel
Der Internationale Getreiderat (IGC) hat die globale Weizenernte für das Wirtschaftsjahr 2013/14 in seiner aktualisierten Marktprognose von Ende Oktober um weitere drei Millionen Tonnen (Mio. t) auf 696 Mio. t nach oben gesetzt.
 
Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Ende Oktober erwartete globale Weizenernte jetzt um 41 Mio. t oder gut sechs Prozent größer. Grund für die erneute Aufwärtskorrektur der globalen Weizenproduktion dürfte unter anderem die letzte Aufwärtskorrektur in Kanada sowie eine möglicherweise über den letzten Erwartungen liegende US-Ernte (höhere Erträge) sein.

Verbrauch und Bestände nehmen zu

Den Verbrauch von Weizen hat der IGC im Oktober ebenfalls um drei Millionen Tonnen auf 690 Mio. t nach oben gesetzt und geht damit weiterhin von einem Produktionsüberschuss von rund sechs Millionen Tonnen aus. Damit wäre nach Einschätzung des IGC ein Bestandsaufbau  möglich. Dies ist jedoch weiterhin keine besonders komfortable Versorgung. Trotz des Zuwachses wären die Endbestände noch sechs Prozent kleiner als im Wirtschaftsjahr 2011/12.

Welthandel jetzt fast auf Rekordniveau

Weiter nach oben gesetzt hat der IGC im Oktober die am Weltmarkt gehandelte Menge Weizen. Mit 142 Mio. t liegt die Exportmenge jetzt sogar höher als im Vorjahr. Grund sind die umfangreichen Importe Chinas, Ägyptens, Brasiliens sowie einer Reihe weiterer Länder.  Bislang profitieren besonders die EU-Länder und die USA (sowie Kanada) von dem größeren globalen Bedarf.

Weizenpreise in Europa kräftig gestiegen

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Die globalen Exportpreise für Weizen haben im Oktober kräftig zugelegt. Ende Oktober lagen die Exportpreise für Weizen an den wichtigsten Exporthäfen im Schnitt sieben Prozent höher als vor vier Wochen (Ende September).
 
In Europa konnten sich die Weizenpreise (am Terminmarkt) Ende Oktober indessen über der Marke von 200-Euro behaupten. Am Donnerstag (31.10) gingen die Weizenpreise in Paris sogar mit 204 Euro (Sep.: 191 Euro/t) aus dem Handel.
 
In den USA gaben die Preise (nach einem kräftigen Anstieg) kurz vor dem Monatswechsel wieder spürbar nach. 
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