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Getreide

Weizen-Weltrekord: Diese Düngestrategie führte zum Sieg

pd/Krauß
am
07.10.2015

16,52 t Winterweizen holte der englische Landwirt Rob Smith Anfang September vom Acker - Weltrekord. Mit 310 kg Stickstoff auf den Hektar fuhr er allerdings auch ein "stolzes" Düngeregime.

Landwirt Rob Smith und sein Team haben am 1. September einen neuen Ernte-Weltrekord beim Winterweizen aufgestellt. 16,52 Tonnen pro Hektar drosch der New Holland-Mähdrescher auf den elf Hektar großen Feld in der englischen Grafschaft Northumberland. "Es gibt keinen Zweifel, dass unsere Dünger-Strategie, die wir immer noch verfeinern, viel zu diesem Ergebnis beigetragen hat", sagte Smith nach seinem Weltrekord.
 
Neben seiner Gemeinformel, die Smith dem englischen Fachmagazin Farmers Weekly verriet, haben beim Weltrekord auch 310 Kilogramm Stickstoff aufs Hektar geholfen. Da mit der Vorfrucht Ackerbohne auch noch einiges an N im Boden verblieben sein sollte, war der Winterweizen recht üppig versorgt.
 

Düngestrategie beim Weizen-Weltrekord

Nach Angaben der SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH, die den Dünger lieferten, fuhr Smith
  • zunächst Piamon 33-S,
  • später zwei weitere Gaben Alzon 46.
"Obwohl das stabilisierte Alzon Nitrat-Auswaschung und Lachgas-Verluste schon reduziert, wollten wir ganz sicher gehen und haben es zwei Mal appliziert", sagt Landwirt Smith. Die Stickstoff-Düngung wurde mit einer späten Gabe von 60 Kilogramm Ammonium-Nitrat je Hektar abgeschlossen. "Wir hätten auch noch mehr Stickstoff düngen können waren aber etwas vorsichtig, da die Vorfrucht Winterbohnen war und wir Lagergetreide vermeiden wollten."
 
Auf allen Weizen-Feldern düngt Smith insgesamt 250 Kilogramm Stickstoff pro Hektar. Im Schnitt erntet er damit rund 14 Tonnen pro Hektar - zwei Tonnen mehr als der Durchschnitt in der Region.

Alzon mit Nitrifikationsinhibitor

Der Dünger Alzon enthält nach Angaben der SKW Piesteritz GmbH einen Nitrifikationsinhibitor, der Verluste durch Nitrat-Auswaschung oder Lachgas-Verflüchtigung "stark reduzieren soll". Damit soll ein stetiger Strom an Stickstoff statt eines kurzen Überangebotes gesichert werden.

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