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Weizenfungizide: Diese Mittel eignen sich für die Abschlussbehandlung

Fungizidbehandlung in Weizen
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
24.05.2018

In diesem Jahr lohnt sich eine teure Abschlussbehandlung in der Regel nicht. Wir fassen zusammen, wie Sie Ihre Bestände preisgünstig bis zur Ernte führen.

Der Weizen beginnt die Ähre zu schieben. In den Höhenlagen erscheint das letzte Blatt, wie das Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) Eifel berichtet. Bei der fungiziden Abschlussbehandlung sollte der aktuelle Befall berücksichtigt werden.

Von den frühen Lagen ausgehend breitet sich weiterhin Gelb- und Braunrost aus. Das DLR rät, befallsfreie Bestände regelmäßig zu kontrollieren, mindestens dreimal in zwei Wochen.

Preiswerte Abschlussbehandlung im Weizen

In anfälligen Sorten ist an der Halmbasis etwas Mehltau zu finden, der sich aber in der vergangenen Woche nicht weiter nach oben entwickelt hat. „Der Mehltau muss nur dann berücksichtigt werden, wenn er auf die oberen drei Blätter steigt“, sagen die DLR-Berater.

Septoria tritici und andere Blattkrankheiten spielen praktisch keine Rolle. Die fungizide Abschlussbehandlung im Weizen kann daher in diesem Jahr preiswert gestaltet werden.

Septoria steht in diesem Jahr nicht im Vordergrund

Die gute und langanhaltende Wirkung der Strobilurin-Carboxamid-Azol- Kombinationen wie Ceriax, AviatorXpro, AscraXpro, Elatus Era Opti und andere auf Septoria tritici ist in diesem Jahr nicht so entscheidend.

Diese Kombinationen haben aber auch eine gute und langanhaltende Wirkung gegen die Roste.

Roste: Günstige Kombinationen wählen

Gegen Roste bringen einfachere Strobilurin-Azolkombinationen eine noch ausreichende Wirkung und sind in der Regel preiswerter. Dazu gehören unter anderem Juwel Top, Amistar Opti, Diamant oder die reinen Strobilurine Norios oder Torero.

Gerade Juwel Top bringt durch die Mischung mit Epoxiconazol eine sehr gute Wirkung auf Roste. Das DLR empfiehlt, die Aufwandmenge der Strobilurine zu Beginn des Ährenschiebens auf 80 Prozent zu reduzieren, um keine Reifeverzögerung zu provozieren.

Tebuconazol stoppt Roste, aber nicht langanhaltend

Nochmals deutlich günstiger sind tebuconazol-haltige Produkte wie Folicur, Ampera, Matador und andere. Sie haben eine hervorragende Stoppwirkung auf Rost, halten aber nur rund 14 Tage vor.

Für eine Abschlussbehandlung sind sie nur bedingt geeignet: Der Zeitraum bis zur Abreife ist noch deutlich länger.

Für eine „Zwischenspritzung“ bei vorhandenem Rostbefall vor einer anstehenden Maßnahme gegen Fusarium ist Tebuconazol aber durchaus überlegenswert.

Mit Material von DLR Eifel

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