Login
Getreide

Weizen/IGC: Aussichten für die neue Ernte nicht optimal

von , am
22.01.2013

Nach der aktullen Prognose des Internationalen Getreiderates (IGC) könnte die diesjährige Weizenernte vier Prozent größer ausfallen als 2012. Sorge bereitet in wichtigen Exportländern derzeit das Wetter.

© agrar-press
Die globale Weizenernte 2013 könnte etwa vier Prozent größer ausfallen als in diesem Jahr. Dahinter steht ein Produktionsanstieg von etwa 26 Millionen Tonnen (Mio. t) auf 682 Mio. t. Mit dieser Produktion würde die bisherige Rekordernte aus dem Jahr 2011 um etwa 14 Mio. t oder zwei Prozent verfehlt. Gleichzeitig wäre dies jedoch die zweitgrößte Weizenernte überhaupt.
 
Zu diesem Ergebnis kommt der Internationale Getreiderat (IGC) in seinem aktuellen Monatsreport von Januar.

Produktionsrisiken in den USA und in Russland

Allerdings weist auch der IGC darauf hin hin, dass in einer Reihe von Ländern noch erhebliche Produktionsrisiken für die neue Ernte bestehen. Dies gilt derzeit vor allem für den weltweit größten Exporteur USA (Trockenheit), aber in zunehmendem Umfang auch für Südrussland, wo offenbar starke Fröste und eine schwache Schneedecke die Winterweizenbestände gefährden.

Anbauausweitung und höhere Erträge

Auf Basis einer Anbauausweitung von etwa zwei Prozent (etwa 4,5 Mio. ha) und höherer Erträge als im von Trockenheit und anderen Witterungsproblemen beherrschten Jahr 2012, schätzte der IGC die neue globale Weizenernte im Januar rund vier Prozent größer ein als 2012. Damit würde die Erntemenge um etwa 26 Mio. t größer ausfallen als 2012. Die bisherige Rekordernte des Jahres 2011 von 696 Mio. t würde mit diesem Ergebnis jedoch um 14 Mio. t verfehlt.

Hohe Preise drosseln Verbrauch

Dr. Olaf Zinke / Redaktionsleiter marktkompass © dlv
Im längerfristigen Vergleich wäre dies jedoch immer noch die zweitgrößte bislang überhaupt erreichte Weichweizenernte. Diese Produktionsmenge wäre jedoch dringend nötig, denn die Weizenbestände befinden sich auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren.
 
Auch der Verbrauch ist vor dem Hintergrund der sehr engen globalen Versorgung und der hohen Weltmarktpreise erstmals seit 2005 wieder zurückgegangen. Mit rund 15 Mio. t fällt der Rückgang sogar ziemlich deutlich aus und geht insbesondere zu Lasten des Weizeneinsatzes in der Tierfütterung.
Auch interessant