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Analyse

Weizenpreis fällt auf tiefsten Stand seit 2010

Dr. Olaf Zinke/agrarmanager/Anke Fritz/agrarheute
am
29.02.2016

Im Februar sind die Weizenpreise am Terminmarkt um 15 Euro zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr notiert der Märzkontrakt beim Weizen rund 42 Euro unter dem Vorjahresniveau.

Rekordernte und Rekordbestände

Die Weizenpreise haben am Terminmarkt in nur einer Woche knapp sieben Euro verloren und sind im Februar um insgesamt 15 Euro gefallen. Das berichtet Marktexperte Dr. Olaf Zinke auf der Internetseite des agrarmanagers. Auslöser für den jüngsten Preisrutsch waren unter anderem die bärischen Preisprognosen des USDA auf dem sogenannten Outlookforum die für das neue Wirtschaftsjahr 2016/17 von noch niedrigeren Weizenpreisen ausgehen.
Hinzu kam, dass der Internationale Getreiderat (IGC) die Rekordernte und vor allem die Rekordbestände für das aktuelle Wirtschaftsjahr nochmals bestätigt hat. 

Alle Hintergründe zu den Entwicklungen der Weizenpreise erfahren Sie auf der Internetseite des agrarmanagers.

 

Terminmarkt: Neue Weizenernte verliert über 6 Euro

Die europäischen Weizenpreise konnten sich am Ende der vorigen Woche auf dem deutlich ermäßigten Niveau behaupten. Im zurückliegenden Monat Februar sind die Weizenpreise allerdings um rund 15 Euro zurückgegangenen und fielen zudem auf den niedrigsten Stand seit Juni 2010.

  • Märzkontrakt: 145,50 Euro je Tonne und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag und 6,50 Euro niedriger als eine Woche zuvor. Die Weizenpreise der vergleichbaren Vorjahreswoche (187,0 Euro) wurden sogar um 41,50 Euro bzw. reichlich 22 Prozent verfehlt.
  • Neue Weizenernte 2016 (Septemberkontrakt): 161,50 Euro je Tonne und damit ebenfalls mit einem Abschlag von 0,25 Euro und gleichzeitig noch 16,0 Euro höher als der vordere Märzkontrakt.  Im Wochenvergleich hat die neue Ernte ebenfalls 6,50 Euro verloren. 

Kassamarkt: Brotweizen 41 Euro unter dem Vorjahr

Am deutschen Kassamarkt sind die Weizenpreise vorige Woche ebenfalls weiter zurückgegangen, jedoch nicht so kräftig wie am Terminmarkt. Der Preisabstand zum vorigen Jahr ist beim Brotweizen jetzt ähnlich hoch wie am Terminmarkt und bei Qualitätsweizen deutlich höher.

Am 26. Februar notierte am deutschen Exporthafen in Hamburg:

  • Brotweizen mit 12 Prozent Protein: 149 Euro/t, drei Euro niedriger als eine Woche zuvor. Vor einem Jahr lagen die Preise für den Brotweizen in Hamburg zum gleichen Termin immerhin bei 190 Euro und waren damit 41 Euro bzw.  rund 27,5  Prozent höher als die aktuellen Preise.
  • A-Weizen mit 13 Prozent Protein: 153 Euro/t, 3 Euro weniger wie eine Woche zuvor. Vor einem Jahr handelte man den A-Weizen in Hamburg zu diesem Termin mit etwa 205 Euro und damit zu 52 Euro bzw. 34 Prozent höheren Preisen als in diesem Jahr.
  • E-Weizen mit 14 Prozent Protein: 172 Euro/t und damit drei Euro niedriger als die Preise der Woche  zuvor. Vor einem Jahr handelte man E-Weizen in Hamburg mit 236 Euro und damit 64 Euro  bzw. 37 Prozent höher als die in diesem Jahr.

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