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Getreide

Weizenpreis: Neue Ernte fällt auf 184,75 Euro

© Mühlhausen/landpixel
von , am
23.02.2015

Die US-Weizenpreise ziehen den europäischen Weizenpreis mit runter. An den Börsen notierten am Freitag alle Termine schlechter. Am niedrigsten schloss aber die neue Ernte mit 184,75 Euro je Tonne.

© BAyer CropScience
Die Weizenpreise sind am europäischen Terminmarkt am vergangenen Freitag im Sog der fallenden US-Preise zurückgegangen. Der Märzkontrakt für den Weizen ging am Freitag mit 185,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag haben die Preise 1,50 Euro nachgegeben. Der Maikontrakt notierte bei 188,50 Euro und damit 0,75 Euro niedriger als am Vortag. Die neue Ernte (September) kostete 184,75 Euro und damit 0,50 Euro weniger als am Vortag. Gleichzeitig sind die Preise für die neue Weizenernte derzeit ein Euro niedriger als die Preise für den aktuellen März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (190,0 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,25 Euro niedriger.

Weizenpreise am Kassamarkt leicht gestiegen

Am deutschen Kassamarkt hatten die Weizenpreise im Verlauf der letzten Woche zunächst etwas zugelegt und haben sich dann zum Ende der Woche behauptet. Vor dem Hintergrund der Preiskorrekturen am Terminmarkt könnten die Kurse bei Start in die neue jedoch etwas unter Druck geraten. Am vergangenen Freitag handelte man den Brotweizen mit zwölf Prozent Protein am Exporthafen in Hamburg für den Februartermin mit 193 Euro/t und damit zwei Euro höher als am Freitag zuvor. A-Weizen mit 13 Prozent Protein kostete in Hamburg für die Anlieferung im Februar 208 Euro/t und damit fünf Euro mehr als in der Vorwoche. Für E-Weizen mit 14 Prozent Protein lagen die Angebotspreise bei 238 Euro und damit zwei Euro höher als vor einer Woche. 

Europäer mit hervorragenden Exportdaten

Während der Export der Europäer bei Weizen und Gerste nach wie vor ganz hervorragend läuft und die Europäer für die zurückliegende Woche glänzende Exportdaten vorweisen können, schrumpfen die Ausfuhrdaten in den USA beim Weizen immer weiter zusammen. Offensichtlich ist der US-Weizen am Weltmarkt zuletzt kaum noch wettbewerbsfähig, wie der Abbruch einer Exportauktion Ägyptens in den USA wegen zu hoher Preisforderungen deutlich macht. Gleichzeitig kaufte Marokko letzte Woche 360.000 Tonnen Weichweizen und 45.000 Hartweizen in Europa zu verbilligten Importtarifen. Auch Ägypten forderte letzte Woche 240.000 Tonnen Weizen in Frankreich und Rumänien, während die USA bei allen Ausschreibungen leer ausging. Eine Verbesserung der Position des US-Weizens ist nur über niedrigere Preise möglich und das setzt die Terminmärkte derzeit unter Druck.
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