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Analyse

Weizenpreise sind kräftig gefallen

Taschenrechner vor Weizenlager
Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
18.07.2017

Die Weizenpreise schwankten am europäischen Terminmarkt in der vorigen Woche heftig. Am Ende stürzten die Kurse von 182 Euro auf 174 Euro nach unten.

Nachdem die Preise am vorigen Dienstag mit knapp 182 Euro/t zunächst ein neues Zweijahreshoch erreicht hatten, stürzten die Kurse bis zum Freitag um 7,75 Euro auf nur noch 174 Euro ab. Auslöser für den Preisrutsch waren die ausgesprochen bärischen Daten aus dem neuen USDA-Report.

Nicht nur, dass die neue globale Ernte weiterhin den Verbrauch übersteigt, auch die russische Weizenernte befindet sich zudem in der Nähe der bisherigen Rekordernte aus dem Vorjahr.

Am Kassamarkt sind die Preise für Brot- sowie für Qualitätsweizen ebenfalls um 5 bis 6 Euro zurückgegangen.

Am Montag beginnt der vorbörsliche Handel am US-Terminmarkt zunächst mit weiter nachgebenden Preisen. Das drückt auch die MATIF-Kurse weiter nach unten und sorgt am Kassamarkt ebenfalls für weiteren Preisdruck.

Siehe auch: Globale Weizen-Ernte übersteigt Verbrauch

Matif-Weizenpreise fallen um fast 8 Euro

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Die europäischen Weizenpreise sind im Verlauf der vorigen Woche deutlich gefallen. Zum Beginn der neuen Woche folgt der Matif-Weizen den weiter nachgebenden US-Weizen-Preisen erneut nach unten. Auch der sehr feste Euro drückt auf die Kurse.

Die neue Weizenernte (September) 2017 beendete den Handel am Freitag bei 174,0 Euro/t und damit 1,25 Euro niedriger als am Vortag. Gleichzeitig handelte man die neue Ernte 5 Euro niedriger wie am Freitag zuvor zuvor (179 Euro).

Im Vergleich zum Zweijahreshoch vom vorigen Dienstag (181,75 Euro), sind die Preise sogar um 7,75 Euro gefallen. Im vorigen Jahr wurde der Weizen am Terminmarkt allerdings nur mit 155 Euro gehandelt und damit 19 Euro niedriger als am Freitag.

Kassapreise sind ebenfalls gefallen

Am deutschen Exporthafen Hamburg sind die Weizenpreise an den Terminmarktkursen nach unten gefolgt. Dabei sind die Brotweizenpreise etwas stärker zurückgegangen als die Preise für A- und für E-Weizen.

Am Montag notierte man den Brotweizen mit 12 % Protein am Exporthafen Hamburg mit 175 Euro/t. Zum Beginn der vorigen Woche hatte man den Brotweizen in Hamburg mit 181 Euro gehandelt und damit 6 Euro teurer als jetzt. Die Preisvorstellungen für Brot-Weizen der neuen Ernte (September) lagen in Hamburg bei 178 Euro und damit 3 Euro über den aktuellen Preisen.

Für A-Weizen mit 13 % Protein wurde am Exporthafen Hamburg am Montag (17.07) 184 Euro/t geboten und damit 5 Euro weniger als Montag vor einer Woche (189 Euro). Die Preisvorstellungen für A-Weizen der neuen Ernte (September) lagen in Hamburg bei 187 Euro und damit 3 Euro über den aktuellen Preisen.

Für E-Weizen mit 14 % Protein lagen die Angebotspreise am Montag (17.07) bei 203 Euro/t. Am Montag zuvor zuvor wurden für E-Weizen 208 Euro geboten und damit 5 Euro mehr als jetzt.

Die Preisangebote für Futterweizen lagen bei 171 Euro und damit 2 Euro niedriger als vor einer Woche (173 Euro). Außerdem war der Futterweizen 4 Euro billiger als Brotweizen.

Der Dezemberkontrakt wurde am Freitag mit 180,75 Euro/t notiert und damit 0,50 Euro niedriger wie am Tag zuvor. Gleichzeitig wurde der Dezemberkontrakt 4,75 Euro niedriger gehandelt als am Freitag zuvor (185,50 Euro).

Der Märzkontrakt 2018 beendete den Handel am Freitag mit 184,75 Euro/t und damit eben so hoch wie am Tag zuvor. Außerdem kostete der März 10,75 Euro mehr als der vordere Septembertermin.

Am Montag beginnen die Weizenpreise den Handel erneut mit nachgebenden Preisen. Der Septembertermin wird zunächst mit 173,25 Euro notiert und damit 0,75 Euro niedriger als am Freitag. Der Dezemberkontrakt beginn den Handel mit 179,75 Euro notiert und damit 1 Euro niedriger als am Vortag.

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