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Analyse

Weizenpreise liegen 30 Euro unter dem Vorjahr

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Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
08.02.2016

Seit Anfang des Jahres sind die Weizenpreise um insgesamt 19 Euro je Tonne gefallen. Aktuell liegt der Weizenpreis damit ganze 30 Euro unter dem Vorjahr.

Weizenpreis sinkt seit Januar um 19 Euro

Mit deutlich nachgebenden Weizenpreisen sowie mit kräftigen Preisabschlägen bei Mais und Raps beendete der europäische Terminmarkt die erste Februarwoche. Wie Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager schreibt, fiel der vordere Weizen auf ein neues Kontrakttief von 156 Euro und steht ebenso wie der Mais und der Raps auch zum Beginn der neuen Woche unter Druck.

  • Damit hat der europäische Weizen seit Beginn des Jahres 2016 bereits 19 Euro bzw. elf Prozent verloren.
  • Die Maispreise sind im gleichen Zeitraum um 15 Euro bzw. 9 % auf 150 Euro gefallen, während
  • die Rapspreise um 11 Euro bzw. 3 % auf 359 Euro zurückgegangen sind. 

Die Hintergründe zu den Entwicklungen am Weizenmarkt, erfahren Sie auf der Internetseite des agrarmanagers.

Risikoprämie für Ägypten,

Am Weizenmarkt hat der größte Importeur Ägypten am Ende der vorigen Woche erneut eine Importausschreibung gecancelt ohne einen Zuschlag zu erteilen. Ursache war, dass die von den Exporteuren geforderten Preise deutlich höher waren als das derzeitige Niveau am Weltmarkt. Dem Vernehmen nach befürchten die an der Auktion beteiligten Exporteure Frankreich, Russland und Rumänien Zahlungsprobleme der Ägypter und preisen deshalb eine deutliche Risikoprämie ein. 

Weizenpreise fallen immer weiter

Die europäischen Weizenpreise haben am Freitag an der Matif weiter nachgegeben und sind für den vorderen Märztermin zudem auf ein neues Kontrakttief gefallen.

  • Märzkontrakt: 156,25 Euro/t; im Vergleich zum Vortag (158,75 Euro) haben die Weizenpreise damit 2,50 Euro verloren. Das Preisniveau der vorigen Woche (163,75 Euro) wurde vom März-Weizen um 7,50 Euro verfehlt. Das vergleichbare Preisniveau vom vorigen Jahr (186,25 Euro) verfehlten die Weizenpreise für den Märztermin sogar um 30,0 Euro.
  • Maikontrakt: 163,0 Euro/t; gegenüber dem Vortag (164,75 Euro) sind die Preise für den Maitermin damit um 1,75 Euro zurückgegangen.
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