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Analyse

Weizenpreise liegen fast 20 Euro unterm Vorjahr

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
07.12.2015

In Europa gerieten die Weizenpreise am Ende der vorigen Woche unter Druck, während die Weizenpreise in den USA sich erholen konnten. Der Kassamrktpreis für Brotweizen liegt aktuell 19 Euro unter dem des Vorjahres.

Am Kassamarkt hatten die Weizenpreise am Ende der vorigen Woche unter dem Druck der schwächeren Terminmarkpreise leicht nachgegeben, konnten sich jedoch im Wochenvergleich knapp behaupten. Das Preisniveau des vorigen Jahres wird derzeit allerdings deutlich verfehlt, schreibt dlv Marktexperte Dr. Olaf Zinke vom agrarmanager.

Auf der Internetseite des agrarmanagers finden Sie aktuelle Hintergrundinformationen zu den Weizenpreisen.

 

Rückstand zum Vorjahr wird immer größer

Am deutschen Kassamarkt haben sich die Weizenpreise im Wochenvergleich knapp behauptet. Am vorigen Freitag (04.12) handelte man den

Brotweizen mit 12 % Protein: 177 Euro/t,  1 Euro weniger als eine Woche zuvor. Vor einem Jahr lagen die Preise für den Brotweizen in Hamburg zu diesem Termin etwa bei 196 Euro und waren damit etwa 19 Euro höher als die aktuellen Preise.

A-Weizen mit 13 % Protein:  184 Euro/t geboten, ebenfalls 1 Euro weniger als vor einer Woche (185 Euro). Vor einem Jahr handelte man A-Weizen in Hamburg zu diesem Termin mit etwa 205 Euro und damit zu 21 Euro höheren Preisen als in diesem Jahr.

E-Weizen mit 14 % Protein:  197 Euro /t , ebenfalls 1 Euro unter den Preisen der vorigen Woche (198 Euro). Vor einem Jahr  lagen die Preise für E-Weizen in Hamburg bei etwa 220 Euro und waren damit 23 Euro höher als die aktuellen Preise

Terminmarktpreise erholen sich

Die Weizenpreise sind am Freitag unter dem Druck des gestiegenen Euros noch einmal leicht zurückgegangen. Der auslaufende Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 173 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag haben die Dezemberpreise damit  nochmals um 1,0 Euro bzw. 0,6 % nachgegeben.

Der Märzkontrakt für den Matif-Weizen wurde am Freitag mit 182,25 Euro/t gehandelt. Gegenüber dem Vortag haben die Märzpreise damit um 1,25 Euro nachgegeben. Das Preisniveau der Vorwoche wurde vom Dezemberweizen um 3,75 Euro verfehlt. Das Preisniveau vom vorigen Jahr mit 186,75 Euro verfehlten die Weizenpreise für den Dezembertermin um 13,75 Euro.

Am heutigen Montag können sich die Terminmarkpreise in Europa  wieder erholen. Gegen Mittag  (13:15) wird der auslaufende  Dezembertermin  mit 173 Euro zwar unverändert gehandelt. Der Märzkontrakt notiert hingegen bei 180,0 Euro und damit 1,25 Euro im Plus und der Mais kostet 183,75 Euro und damit 1,50 Euro mehr als am Freitag.

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