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Getreide

Weizenpreise rutschen wieder unter 170 Euro/Tonne

© Mühlhausen/landpixel
von , am
10.11.2014

In der ersten Novemberwoche haben die Weizenpreise wieder nachgegeben und sind in Europa erneut unter die Marke von 170 Euro je Tonne gerutscht.

Was bringt die Weizenernte? Mit einem Tool lässt sich der Deckungsbeitrag ganz leicht errechnen. © Mühlhausen/landpixel
Die Weizenpreise haben in der ersten Novemberwoche nachgegeben und sind in Europa wieder unter die Marke von 170 Euro je Tonne (t) gerutscht. Dabei konnten sich die Kurse in Europa noch besser halten als in den USA, wo der sehr schwache Export und der starke Dollar auf die Preise drückten. In Europa und Deutschland haben die ungewöhnlich guten Exportdaten den Preisrückgang ebenso begrenzt, wie der schwache Euro, der den europäischen Weizen am Weltmarkt weiter verbilligt.
 
Nicht wenige Analysten rechnen für die aktuelle Woche mit weiteren Preiskorrekturen. Großes Gewicht hat dabei der neue USDA-November-Report von heute Abend (10.11). Dort könnte der sehr schwache US-Export bei Weizen für eine Aufwärtskorrektur der US-Endbestände und gleichzeitig eine Abwärtskorrektur der US-Exportprognose führen. Für die Europäische Union könnte es dann aus Wettbewerbsgründen ebenfalls zu Preisanpassungen nach unten kommen.

Europäische Exporte unverändert stark, US-Exporte schwach

Bis zum 4. November haben die Europäer im aktuellen Wirtschaftsjahr 2014/15 nach den Daten der EU-Kommission bereits 10,3 Millionen Tonnen (Mio. t) Weichweizen (Lizenzen) ins Ausland verkauft. Das ist eine um gut 9 Prozent bzw. 0,9 Mio. t größere Exportmenge als im Rekordjahr 2013/14. Aus Deutschland wurde bisher 2,66 Mio. t an Drittländer verkauft, aus Frankreich 2,88 Mio. t und aus Rumänien 1,3 Mio. t. Aus den USA wurden letzte Woche Netto (abzüglich der Stornierungen) 266.000 t Weizen verkauft. Die bislang ins Ausland verkaufte Weizenmenge der USA liegt 15,4 Mio. t und damit 26 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 20,9 Mio. t. Erwartet werden vom USDA dieses Wirtschaftsjahr bislang US-Ausfuhren von 25, 2 Mio. t.

Weizenpreise am Terminmarkt und am Kassamarkt gefallen

Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt im Verlauf der letzten Woche nachgegeben und rutschten am Freitag wieder unter 170 Euro/t. Zum Beginn der lettzten Woche hatte der Weizen am europäischen Terminmarkt noch 174 Euro gekostet. Am zurückliegenden Freitag (07.11) kostete der Weizen (Januarkontrakt) am europäischen Terminmarkt 169,0 Euro/t. Der Märzkontrakt notierte am letzten Freitag bei 171,5 Euro und damit knapp 1,0 Euro niedriger als in der Vorwoche (Vw.: 172,25).
 
Am deutschen Kassamarkt haben die Weizenpreise in der letzten Woche etwas stärker nachgegeben als am Terminmarkt. Am deutschen Exporthafen in Hamburg handelte man den Brotweizen mit 12 Prozent (%) Protein für November am letzten Freitag (07.11) mit 180 Euro/t und damit 5 Euro preiswerter als am Freitag zuvor (185 Euro). Die Preisangebote für Brotweizen zur Anlieferung im Januar lagen in Hamburg am Freitag bei 184 Euro/t (Vw: 187 Euro).


Den vollständigen Artikel "Weizenpreise kommen wieder unter Druck" können Sie in unserem marktkompass lesen...
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