Login
Analyse

Weizenpreise steigen auf 2-Jahreshoch

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
04.07.2017

Die Weizenpreise steigen an der Matif zum Beginn der neuen Woche auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Am deutschen Kassamarkt legen die Weizenpreise unmittelbar vor Erntebeginn ähnlich kräftig zu, berichtet Dr. Olaf Zinke im agrarmanager.

Am Exporthafen Hamburg klettern die Brotweizen-Preise am Montag  auf den höchsten Stand seit knapp 2 Jahren. Auslöser für die steigenden Preise ist der Höhenflug der Weizenpreise in den USA. Dort sorgten die beiden USDA-Reports zur Anbauentwicklung und zu den Lagerbeständen am vorigen Freitag für eine weitere heftige Preisrallye an den Terminmärkten.

Die Europäische Kommission hat die Erwartungen an die europäischen Weizenernte zum Monatswechsel ebenfalls sehr deutlich von zuvor 141,3 Mio. auf nur noch 138,9 Mio. t gesenkt und entsprechend auch die Exportschätzung für das neue Wirtschaftsjahr 2017/18 von zuvor 28,9 Mio. t auf nur noch 26,5 Mio. t reduziert.

MATIF-Weizenpreise am Montag bei 180 Euro

matif_weizen.png

Die europäischen Weizenpreise sind den steigenden US-Preisen am Ende der vorigen Wochen  mit einem Plus von insgesamt 7 Euro nach oben gefolgt. Zum Beginn der neuen Woche bewegt sich der europäische Weizen mit den kräftig steigenden US-Weizen-Preisen weiter nach oben und erreicht den höchsten Stand seit etwa 2 Jahren.

Die neue Weizenernte (September) 2017 beendete den Handel am Freitag bei 176,50 Euro/t und damit 3,25 Euro höher als am Vortag. Gleichzeitig handelte man die neue Ernte 3,0 Euro höher als eine Woche zuvor. Am vorigen Mittwoch (28.06) waren die Preise zunächst sogar unter 170 Euro abgesackt und hatten dann mit den steigenden US-Preisen jedoch kräftig angezogen.

Weizenpreise am Kassamarkt ebenfalls auf 2-Jahreshoch

matif_lang_weizen.png

An den deutschen Exporthäfen folgen die Weizenpreise den Terminmarktkursen nach oben und erreichen ebenfalls den höchsten Stand seit knapp 2 Jahren. Dabei hatten die Preise am Kassamarkt in der ersten Hälfte der vorigen Woche ebenfalls kräftig nachgegeben und waren erst ab Donnerstag kräftig gestiegen.

  • Am Montag (03.07) notierte man den Brotweizen mit 12 % Protein in Hamburg mit 181 Euro/t. Zum Beginn der vorigen Woche hatte man den Brotweizen in Hamburg noch mit 178 Euro gehandelt. Zur Mitte der vorigen Woche waren die Preise zunächst sogar bis auf 172 Euro abgesackt, bevor es dann steil um insgesamt 9 Euro nach oben ging. Vor einem Jahr hatte man den Brotweizen in Hamburg mit 163 Euro gehandelt und damit 18 Euro niedriger als jetzt.
  • Für A-Weizen mit 13 % Protein wurde am Exporthafen Hamburg am Montag (03.07) 183 Euro/t geboten und damit 3 Euro mehr als Montag vor einer Woche und zudem 9 Euro mehr als zum letzten Tiefpunkt am vorigen Mittwoch. Die Preisvorstellungen für A-Weizen der neuen Ernte (September) lagen in Hamburg bei 187 Euro und damit 4 Euro über den aktuellen Preisen und zudem 3 Euro höher als vor einer Woche.
  • Für E-Weizen mit 14 % Protein lagen die Angebotspreise am Montag (03.07) bei 206 Euro/t. Am Montag zuvor wurden für E-Weizen 203 Euro geboten und damit 3 Euro weniger.

Die Preisangebote für Futterweizen lagen bei 173 Euro und damit 4 Euro niedriger wie vor einer Woche (177 Euro). Außerdem war der Futterweizen 8 Euro billiger als Brotweizen.

Den vollständigen Artikel finden sie im agrarmanager

Auch interessant