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Analyse

Weizenpreise steigen auf 4-Monats-Hoch

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
21.06.2017

Die Weizenpreise sind am europäischen Terminmarkt auf ein Vier-Monats-Hoch geklettert. Im Verlauf der vorigen Woche stiegen die Preise um etwa mehr als 5 Euro auf 173,50 Euro je t.

Am deutschen Kassamarkt sind die Preise für Brotweizen bis zum Beginn der aktuellen Woche ebenfalls um rund 5 Euro gestiegen, analysiert Dr. Olaf Zinke, Marktexperte beim agrarmanager. Damit erreichen die deutschen Kassapreise die letzte Preisspitze von März. Am Montag ging es am europäischen Terminmarkt zunächst weiter nach oben, so dass es auch am physischen Markt zu weiter steigenden Preisen kommen dürfte.

Weizen: Terminmarkt steigt weiter

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Die europäischen Weizenpreise sind im Verlauf der dritten Juniwoche kräftig gestiegen und beendeten die Woche auf dem höchsten Stand seit Anfang März.

  • Die neue Weizenernte (September) 2017 beendete den Handel am Freitag bei 173,50 Euro/t und damit 3,0 Euro höher als am Vortag. Gleichzeitig handelte man die neue Ernte 5,0 Euro höher als zum Beginn der vorigen Woche (168,25 Euro). Im vorigen Jahr wurde der Weizen am Terminmarkt mit 170 Euro gehandelt und damit 3,50 Euro niedriger als jetzt.
  • Der nachfolgende Dezemberkontrakt wurde am Freitag mit 177,25 Euro/t notiert und damit 2,50 Euro höher wie am Tag zuvor. Gleichzeitig wurde der Dezemberkontrakt 4,0 Euro höher gehandelt als zum Wochenbeginn (173,25 Euro).
  • Der Märzkontrakt 2018 beendete den Handel am Freitag mit 180,25 Euro/t und damit 2,25 Euro höher wie am Tag zuvor. Außerdem kostete der März 6,25 Euro mehr wie der vordere Septembertermin.
  • AmMontag beginnen die Weizenpreise den Handel erneut mit kräftigen Preisaufschlägen. Der Septembertermin wird am Nachmittag (15:30) mit 176,75 Euro notiert und damit nochmals 3,50 Euro höher als am Freitag. Der Dezemberkontrakt wird mit 180 Euro notiert und damit 2,75 Euro höher als am Vortag.

Kassapreise machen die Rallye mit

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An den deutschen Exporthäfen sind die Weizenpreise in der ersten Hälften der vorigen Woche noch zurückgegangen. Danach ging es jedoch steil nach oben und angesichts der weiter anziehenden Terminmarkpreise dürfte es auch am physischen Markt für die alte und für die neue Ernte (trotz des festen Euros) zu weiteren Preisaufschlägen kommen. 

  • Am Montag (19.06) notierte man den Brotweizen mit 12 % Protein in Hamburg mit 178 Euro/t. Eine Woche zuvor (12.06) hatte man den Brotweizen mit 174 Euro gehandelt und damit 4 Euro niedriger. Vor einem Jahr hatte man den Brotweizen in Hamburg bei 163 Euro gehandelt und damit 15 Euro niedriger als jetzt.
  • Für A-Weizen mit 13 % Protein wurde am Exporthafen Hamburg am Montag (19.06) 180 Euro/t geboten. Eine Woche zuvor (12.06) lagen die Preise in Hamburg bei 176 Euro und damit 4 Euro niedriger als jetzt. Die Preisvorstellungen für A-Weizen der neuen Ernte (September) lagen in Hamburg bei 179 Euro und damit 1 Euro unter den aktuellen Preisen.
  • Für E-Weizen mit 14 % Protein lagen die Angebotspreise am Montag bei 193 Euro/t. Eine Woche zuvor wurden für E-Weizen 189 Euro geboten und damit 4 Euro weniger als jetzt.
  • Die Preisangebote für Futterweizen lagen bei 177 Euro und damit 4 Euro höher als vor einer Woche (173 Euro). Außerdem ist der Futterweizen nur 1 Euro billiger wie Brotweizen.

Hier lesen Sie die vollständige Analyse der Weizenpreise.

Weizenernte der Superlative: Die Rekordhalter und ihre Maschinen

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