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Getreide

Weizenpreise steigen deutlich

© Mühlhausen/landpixel
von , am
03.11.2014

Die Weizenpreise in Europa, USA und den anderen großen Exporteuren sind in der letzten Woche deutlich gestiegen. In Europa überwanden sie gar die Marke von 170 Euro.

Englische Landwirte holten sich dank einer perfekten Saison den Weltrekord für die Weizenernte. © Mühlhausen/landpixel
Die Weizenpreise in Europa sind in der letzten Woche kräftig gestiegen und haben die Marke von 170 Euro nach oben überwunden. Auch in den USA und bei den anderen großen Exporteuren haben die Weizenpreise kräftig zugelegt. Der Hauptgrund für den Anstieg der europäischen Weizenpreise dürfte der anhaltend starke europäische Export sein. Trotz der fortgesetzten Qualitätsdiskussionen liegt die europäische Ausfuhrmenge deutlich über den Rekordexporten aus dem Vorjahr. Die Prämien für Qualitätsweizen bleiben sehr hoch und zogen auch die übrigen Preise mit nach oben. Bis zum 28. Oktober wurden im aktuellen Wirtschaftsjahr 2014/15 nach den Daten der EU-Kommission bereits 9,8 Millionen Tonnen (Mio. t) Weichweizen (Lizenzen) ins Ausland verkauft. Das sind neun Prozent mehr als im Rekordjahr 2013/14. Aus Deutschland wurde bisher 2,4 Mio. t an Drittländer verkauft, aus Frankreich 2,7 Mio. t.

IGC sieht noch mehr europäische Exporte

Auftrieb erhielten die Weizenpreise durch Meldungen aus Russland über den sehr schwachen Zustand des Winterweizens der neuen Ernte. Auch in den USA befindet sich der Winterweizen der neuen Ernte in schlechterer Verfassung als im letzten Jahr und die Aussaat ist noch nicht beendet. Gleichzeitig haben der internationale Getreiderat (IGC) und das USDA die bevorstehende Weizenernte in Australien (und die Exporte) wegen des dortigen Niederschlagsmangels nach unten korrigiert und haben auch die kanadische Ernte und die Produktion in Kasachstan etwas kleiner eingeschätzt. Anderseits hat der IGC die Ernten der Europäer und der Ukraine weiter nach oben gesetzt und die globale Exportmenge kräftig angehoben, so dass die globalen Bestände nicht ganz so kräftig wachsen wie zuvor angenommen. Dabei korrigierte der IGC vor allem die europäischen Exporte kräftig nach oben, so dass die Europäer damit nun deutlich vor den USA, Kanada und Russland liegen. Die globale Weizenernte bliebt ebenso auf einem neuen Rekordstand wieder Weizenverbrauch.

Weizenpreise am Terminmarkt deutlich über 170 Euro

Die Weizenpreise sind am europäischen Terminmarkt im Lauf der letzten Woche weiter gestiegen und kletterten am Mittwoch bis auf 174 Euro/t. Dieses Niveau konnten die Weizenpreise in der zweiten Wochenhälfte nicht ganz halten und gaben leicht nach. Im Wochenvergleich sind die Weizenpreise dennoch kräftig gestiegen. Am letzten Freitag im Oktober (31.10) kostete der Weizen (Novemberkontrakt) am europäischen Terminmarkt noch 172,25 Euro/t und damit rund 6 Euro mehr als am Freitag (24.10) vor einer Woche (165,75 Euro). Auch die hinteren Termine haben sich im Vergleich zur letzten Woche verteuert. Der Januarkontrakt notierte am letzten Freitag ebenfalls bei 172,25 Euro und damit 6,0 Euro höher als in der Vorwoche (Vw.: 166,25) und der März ging mit 174,50 Euro aus dem Handel und damit 5,0 Euro teurer (Vw.: 169,25). Am heutigen Montag (03.11) Vormittag beginnen die Weizenpreise den Handel an der Matif mit einem leichten Plus bei 173,0 Euro.
 
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