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Getreide

Zu wenig Weizen für Exporte

von , am
02.12.2010

München - Anfang kommenden Jahres erwartet die Rabobank deutlich festere Preise für Weizen, Mais und Sojabohnen. Grund dafür ist die weltweit gute Nachfrage und das relativ geringe Angebot.

© landpixel

So werden wichtige Exportländer wie die EU oder USA bald ihre Exportmengen für Weizen kürzen müssen, da sie nicht mehr über die notwendigen Mengen verfügten. Derzeit überschätze indes der Markt die Exportfähigkeit dieser Länder.

Nach Meinung der Rabobank-Experten werden diese Länder die Lücke, welche der Ausfall der Schwarzmeerländer am Weltmarkt hinterlasse, nicht schließen können. Zudem bereite die Trockenheit in wichtigen Weizenanbauregionen Probleme. So könnte die Weizenernte 2011 trotz höherer Anbaufläche nicht deutlich zulegen.

Aktuelle Entwicklungen am Maismarkt

Ähnliches gilt auch für Mais. China gilt hier als wichtiger Nachfrager, nachdem es in den Vorjahren noch Mais exportieren konnte. Zudem halten es die Rabobank-Experten für möglich, dass aufgrund der Trockenheit in Argentinnien die Maisernte im kommenden Jahr kleiner als erwartet ausfallen wird.

China bleibt wichtiger Abnehmer vonSojabohnen

Für Sojabohnen wurde die Ernteschätzung beispielsweise schon zurückgenommen. Zudemgeht die Rabobnak davon aus, dass China trotz einer höheren Inflation die Nachfrage nach Sojabohnen nicht einschränken werde. Damit würde die weltweite Versorgungslage auch für Ölsaaten eng bleiben. In ihrer Drei-Monatsprognose geht daher die niederländische Bank von weiter steigenden Preisen für Sojabohnen und damit auch für Raps aus. (dlz agrarmagazin)

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