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Getreide

Wintergerste: Jetzt den Grundstein für gute Erträge legen

von , am
29.08.2012

Die Wintergerstenerträge liegen in diesem Jahr, trotz starkem Frost und anderen regionalen Problemen, auf einem hohen Niveau. Die neuen Sorten konnten die älteren Standardsorten selten übertreffen.

Die Erträge und auch die Erlöse stehen anderen Getreidearten nicht nach. Es ergeben sich viele Vorteile durch die früh räumende Frucht. Diese sind besonders in den letzten zwei Jahren aufgrund der schwierigen Ernte- und Aussaatbedingungen bewusst geworden.

Wintergerste stellt hohe Ansprüche

Dennoch stellt Wintergerste hohe Ansprüche an die Bestellung und die Maßnahmen im Herbst. Es werden bereits 40 bis 50 Prozent des Ertrages im Herbst festgelegt.
 
Gerste steht häufig nach Getreide und hat schlechte Voraussetzungen für eine gute Herbstentwicklung und sichere Erträge. Das Stroh der Vorfrucht kann den Feldaufgang und die Wurzelentwicklung beeinträchtigen. Die Wurzelentwicklung von Stoppelgetreide ist deutlich schlechter ausgebildet. 

Bei der Aussaat den Standort beachten

Außerdem können zu frühe Saattermine zu abfallenden Erträgen führen. Der Aussaattermin und die Bestandesdichte sind standortabhängig. In der Wintergerste steht nur eine geringe Auswahl an Herbiziden zur Verfügung. Besonders die Bekämpfung von Ackerfuchsschwanz und Trespe ist schwierig.
 
Aus diesen Gründen sollte bereits bei der Bodenbearbeitung an die Unkrauthygiene geachtet werden. Die Herbizidmaßnahmen sollte im Vorauflauf oder frühen Nachauflauf durchgeführt werden. In einigen Regionen sind bestimmte Herbizidwirkstoffe resistent. Auf diesen Problemstandorten ermöglicht der Einsatz von Totalherbiziden vor beziehungsweise mit der Saat, die Ungräser besser zu bekämpfen. 

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