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Getreideaussaat

Wintergerstensaat: Jetzt nicht die Nerven verlieren

Aussaat von Wintergerste
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
24.09.2018

Der Niederschlag der letzten Tage sorgt für Entspannung. Aber bei der noch ausstehenden Aussaat von Gerste können jetzt fatale Fehler passieren.

Pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang kam am Wochenende der ersehnte Regen. Viele Ackerbauern haben in der vergangenen Woche zurecht noch mit der Aussaat der Wintergerste gezögert.

Die Berater vom Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) in der Eifel empfehlen jetzt, Nerven zu bewahren: „Warten Sie, bis sich die Flächen schadlos bearbeiten lassen. Nichts ist schlimmer für Wintergerste, als in den Boden eingeschmiert zu werden.“

Saatstärke noch nicht erhöhen

Im DLR-Beratungsgebiet liegt die Wintergerstenaussaat auch gegen Ende der Woche noch mitten im optimalen Saatzeitfenster.

Die Saatstärken sollten daher noch nicht erhöht werden. Optimal sind bei den zweizeiligen Sorten um die 280 bis 330 Körner pro Quadratmeter, und 260 bis 300 Kö./qm bei den mehrzeiligen Gersten.

Gräser nicht übersehen

Auf Flächen, die bereits in der vergangenen Woche eingesät wurden, ist mit einem zügigen Feldaufgang von Gerste und Ackerfuchsschwanz zu rechnen.

Besonders auf Standorten mit starkem Ackerfuchsschwanzdruck ist noch in dieser Woche der Einsatz bodenwirksamer Gräsermittel sinnvoll.

Diese müssen unbedingt im Vorauflauf verwendet werden, um ihre volle Wirksamkeit zu entfalten.

Empfehlungen für den Vorauflauf

Das DLR empfiehlt beispielsweise Cadou Forte Set 0,75 l/ha + 0,3 l/ha, Herold 0,6 l/ha, Malibu 4,0 l/ha oder auch Kombinationen der genannten Mittel mit 3,0 l/ha Boxer oder 3,0 l/ha CTU (Lentipur oder ähnliche).

Es sind unbedingt die Anwendungsbestimmungen beim Ausbringen von Boxer (Prosulfucarb) und Malibu (Pendimethalin) zu beachten.

Mit Material von DLR Eifel
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