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Pflanzenbau-Ratgeber

Wintergetreide: Jetzt auf Gelbrost und Halmbruchkrankheiten kontrollieren

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
11.04.2016

Bei steigenden Temperaturen und ausreichend Niederschlägen schiebt das Wintergetreide nun an. Frühe Bestände gehen ins Ein-Knoten-Stadium (BBCH 31). Dann ist auf Gelbrost-Befall zu achten.

Wie die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) Sachsen-Anhalt schreibt, führten die unterschiedliche Niederschlagsmengen und höhere Temperaturen in den letzten Wochen zu einer raschen Entwicklung der Wintergetreidebestände. Vor allem frühe Bestände sind nun bereits im Ein-Knoten-Stadium (BBCH 31). In Winterweizen und -triticale ist deshalb vor allem auf den Gelbrostbefall zu achten. Vor allem bei anfälligen Sorten sollten diese Schläge ab BBCH 31 bei Befall behandelt werden.

Laut LLG Sachsen-Anhalt ist in diesem Jahr das Risiko für Halmbruchinfektionen aufgrund des Witterungsverlaufs im Herbst und Winter höher einzuschätzen.

Bereits in den Vorjahren sei tendenziell ein höherer Anteil Pflanzen befallen. Damit stieg auch das auf den Schlägen vorhandene Ausgangsinokulum in Form von befallenen Stoppelresten. In welchem Umfang ein zur Zeit vorhandener Ausgangsbefall zu einem ertragswirksamen Starkbefall in der Kornfüllungsphase bzw. zu einem erhöhten Lagerrisiko führt, hänge im Wesentlichen vom Witterungsverlauf der nächsten Wochen ab.

Die LLG Sachsen-Anhalt rät dazu, besonders Risikoschläge (frühe Aussaattermine, enge Getreidefruchtfolgen, anfälligere Sorten) auf Verbräunungen an der Halmbasis zu kontrollieren. Auch das Halmbruchprognosemodell SIMCERC von ISIP kann bei der Entscheidung helfen.

Bei hohem Risiko volle Aufwandmenge

Bei hohem Risiko sind laut LLG Sachsen-Anhalt geeignete Fungizide ab BBCH-Stadium 31/32 in voller Aufwandmenge einzusetzen.

Empfehlungen zur Mittelwahl und weitere Ausführungen zum Thema stellen die Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Brandenburg dafür in dem Ratgeber "Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland 2016" zusammen.

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