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Getreide

Wintergetreide: So werden Sie die Blattlaus los

von , am
09.10.2015

Blattläuse können Viruskrankheiten auf Wintergetreide übertragen. Ist das Ausgangspotenzial der Sauger hoch, steigt auch die Gefahr von Gelbverzwergung und BYDV in den Beständen.

Gegen Blattläuse sollte nur bei Überschreitung von Bekämpfungsschwellen vorgegangen werden. © hapo/landpixel
Mit dem Beginn der Maisernte driften die Läuse in die frisch auflaufenden Getreidebestände herüber, wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen schreibt. Erkennen kann man die Sauger daran, dass diese bei Bewegung nicht weg hüpfen, sondern auf den Blättern sitzen bleiben. Gegen die Sonne sind die Läuse am besten sichtbar.
 
Sobald auffällig viele Blattläuse gefunden werden, empfiehlt die LWK NRW eine Behandlung mit einem Pyrethroid, wie beispielsweise 
  • 75 ml/ha Karate Zeon,
  • 150 g/ha Kaiso Sorbie,
  • 150 g/ha Lambda/Trafo WG,
  • 300 ml/ha Bulldock, 80 ml/ha Nexide/Cooper oder
  • 75 ml/ha Decis Forte (nicht auf drainierten Flächen erlaubt!).

Risikofaktoren bei Verzwergungsvirosen

Bei sonnigem Wetter hat die Blattlausbesiedlung bei weitentwickeltem Wintergetreide eingesetzt und auch erste Zikaden wurden beobachtet, teilt KWS CultiVent mit. Nach Auflauf der Getreidebestände seien intensive Kontrollen zu empfehlen. Vorrangig sollten
  • Frühsaaten und
  • Nachbarschläge von Mais,
  • Zwischenfruchtbeständen mit Getreideanteil oder
  • Ausfallgetreide
kontrolliert werden. Vorhandenes Ausfallgetreide sollte umgehend beseitigt werden.
 
Der Insektizideinsatz sollte nicht routinemäßig stattfinden, sondern stets auf der Grundlage von Befallskontrollen erfolgen.
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