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Getreide

Winterroggen nachkürzen und auf Braunrost achten

von , am
24.04.2010

Der früh gesäte Winterroggen schiebt zur Zeit das Fahnenblatt. Die Ährenstreckung im Halm ist fast abgeschlossen, die -spitzen befinden sich 5 bis 8 cm unter der Blattscheide des Fahnenblattes.

© Mühlhausen/landpixel.de

Mit dem Spitzen der Grannen ist somit auch in diesem Jahr um den 01. Mai zu rechnen. Die Nachkürzung mit Ethephon sollte deshalb in den frühen Roggenbeständen zu Beginn der Woche durchgeführt werden. Trotz der ungünstigen Bedingungen in den vergangenen Wochen kann man vor allem auf den leichten Böden Braunrostinfektionen auf den unteren Blättern finden, von dort wird der Pilz bei der nächsten Schönwetterperiode auf die oberen Blätter übergehen.

Mit einer Explosion des Befalles ist zu rechnen, wenn die Temperaturen tagsüber auf mindestens 20 °C ansteigen und Regenschauer beziehungsweise Tau zu einer Verbreitung der Sporen führen. Um eine Infektion auf den oberen Blättern sollte die Nachkürzung zusammen mit einem Mittel gegen Rost verbunden werden. Hierzu eignen sich vor allem die beiden Strobilurine Picoxystrobin und Fandango Fluoxastrobin. Sind Rostinfektionen bereits auf den oberen Blättern zu finden, sollten die Strobilurine mit einem gegen Rost starken Azol (Metconazol, Epoxiconazol, Cyproconazol und Tebuconazol) kombiniert werden. (nu agrar)


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