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Getreideernte

Winterweizen: Alle Landessortenversuche auf einen Blick

Mähdrescher erntet Winterweizen
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Klaus Strotmann , agrarheute
am
07.09.2017

Durch die verkürzte Kornfüllungsphase blieben die Weizenerträge in diesem Jahr vielerorts hinter dem mehrjährigen Durchschnitt zurück. An der Spitze rangieren einige wenige Topsorten. Hier die aktuellen Ergebnisse der regionalen Sortenversuche.

Pflanzenzüchter, Händler, Nachbarn - die Informationen zur Sortenwahl sind vielfältig. Am verlässlichsten sind aber immer noch die eigenen Erfahrungen auf der eigenen Scholle. Die unabhängigsten Versuchsergebnisse liefern dazu die Landessortenversuche (LSV).

Nach dem so genannten Hohenheimer Modell werden sie für Naturräume ermittelt - von der Marsch bis zum Tertiärhügelland und von der Köln-Aachener Bucht bis zu den Verwitterungsstandorten im Osten.

Schleswig-Holstein mit höchster Ernte

In der Praxis lag laut Erntebericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums Schleswig-Holstein beim Winterweizen auch dieses Jahr mit 92,7 dt/ha an der Spitze, gefolgt von Niedersachsen (82,2 dt/ha).

Im bundesweiten Schnitt wurden 77 dt/ha erzielt, das ist durchweg weniger als im sechsjährigen Schnitt (-1,8 Prozent). Im Südwesten und in Teilen Nordrhein-Westfalens machte sich die Trockenheit deutlich bemerkbar. Notreife war häufig die Folge.

Mehrjährige und einjährige Landessortenversuche

Diese Erntedaten decken sich mit den LSV-Ergebnissen, die in der Regel etwas höher ausfallen als in der Praxis.

Wichtig ist gerade in diesem Jahr der mehrjährige Vergleich - denn die aktuelle Ernte ist auch beim Winterweizen deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben. Aber: Ein Jahr ist kein Jahr, darum lohnt der Blick auf die mehrjährig gerechneten Versuchsergebnisse.

In der Deutschlandkarte unten finden Sie alle LSV-Ergbenisse für Weizen der deutschen Länderdienststellen: Sowohl für 2017 als auch die mehrjährigen Erträge. Dargestellt sind alle Sorten, die besser als der Durchschnitt abschneiden. 100 Prozent entspricht dem Versuchsdurchschnitt der jeweiligen Region.

Mit einem Sternchen (*) sind Sorten dargestellt, die auf weniger Standorten oder in weniger Jahren geprüft wurden. (G) steht für Grannenweizen, (H) für  Hybridsorten, (EU) sind EU-Zulassungen. Alle Angaben ohne Gewähr.

Alle Sortenergebnisse und -empfehlungen zu Wintergerste, -weizen, Winterroggen und -triticale finden Sie auch in Ihrem dlz agrarmagazin 9 und 10/2017.

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