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Pflanzenbau-Ratgeber

Winterweizen: Fungzid-Maßnahme steht an

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
03.05.2016

Frühe Weizenbestände haben die erste Fungizid-Behandlung schon hinter sich. In anderen Beständen steht diese nun an.

Sofern in dieser Woche längere Regenperioden gemeldet werden, wird vielfach zum Wochenende bei trockener Witterung ein guter Termin für die erste Fungizid-Behandlung erreicht. Wie die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in ihrem Pflanzenbau-Ratgeber schreibt, empfiehlt sich gegen Septoria tritici als sicherste Maßnahme vorbeugend 1,0 l/ha Bravo oder 1,25 l/ha Amistar Opti.

Maßnahmen gegen Gelbrost

Ohne Vorlage mit der CCC-Behandlung sind in dem Gebiet der Kammer vereinzelt Schläge mit starkem Gelbrost anzutreffen. Hier sei viel Wert auf eine sichere Gelbrostwirkung zu legen. Capalo sei hierfür besonders geeignet, bei hohem Gelbrostdruck auch mit höherer Menge von 1,5 l/ha.

Dort wo es mehr um eine breite Wirkung geht (Gelbrost ist nur gering vorhanden) seien geringere Mengen von 1,25 l/ha Capalo mit Bravo ausreichend. Alternativ mit Schwerpunkt Septoria sei Eleando mit 1,75 l/ha zu favorisieren.

Kombinationen mit Halmbruch- und Mehltau-Präparaten

Auf Standorten mit mehr Halmbruchdruck bringt laut LWK Nordrhein-Westfalen Unix die bessere Wirkung, ist aber schwach gegen Gelbrost, so dass eine Ergänzung z. B. mit Rubrik, Epoxion oder Orius sinnvoll sei.

Dort wo mehr Mehltau vorkommt wäre die Kombination aus Unix + Gladio angeraten.

Gleichzeitig könne der Weizen zum zweiten Mal mit 0,3 bis 0,5 l/ha CCC + 0,1 bis 0,3 l/ha Moddus (oder Nachbauten) oder mit 0,3 bis 0,6 l/ha Medax Top plus gleicher Menge Turbo eingekürzt werden.

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