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Schneckenkorn

Winterweizen: Jetzt auf Schnecken checken

Schnecke auf dem Acker
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Klaus Strotmann, agrarheute
am
07.11.2017

Es ist feucht, der Boden grobschollig und ausreichend Nahrung ist vorhanden: Viele Schläge sind derzeit ein Schneckenparadies. Welches Schneckenkorn wo passt.

Schnecken lieben Feldränder und grobschollige Tonböden, in denen auch nach der Bearbeitung noch ausreichend Unterschlupf bleibt. Die Zeit ist jetzt reif für regelmäßige Kontrollen und rechtzeitige Behandlung, rät Annika Vetter vom Landwirtschaftsamt Heilbronn.

Ein nasser Jutesack auf dem Feld mit darunter platziertem Schneckenkorn ist ein wirksamer Kontrollköder. Empfehlenswert sind hier Produkte auf Metaldeydbasis: Die Schnecken verkriechen sich nach der Aufnahme nicht und lassen sich zählen. Die kritische Grenze ist bereits eine Schnecke je Köderstelle von 0,5 qm.

Schneckenkorn mit Metaldehyd

Produkte auf Metaldehydbasis schädigen die Schleimzellen und die Schnecke trocknet aus. Markennamen sind etwa Mollustop oder Metarex TDS. Letzteres ist nicht mehr auf dem Markt erhältlich, Restmengen sind aber noch in der Praxis in Verwendung.

Das Nachfolgeprodukt Metarex Inov ist in seinen Lockstoffen attraktiver für die Schnecken formuliert. Bereits mit 4 kg/ha wird eine gute Wirkung erreicht. Bei einem Anwendungsabstand von nur 5 Tagen kann es bis zu fünfmal eingesetzt werden.

Ist die Feuchte zu groß und die Köderdichte zu gering, nehmen die Schnecken zu wenig Wirkstoff auf und überleben. Anzustreben sind ausreichend hohe Körnerdichten von 35 bis 40 Stück pro qm. Starkbefall kann weitere Behandlungen erfordern.

Wann sich Eisen-III-Phosphat empfiehlt

Eisen-III-Phosphat ist beispielsweise im Sluxx enthalten, einem nassgepressten Schneckenkorn.Die Tiere stellen nach der Aufnahme den Fraß ein, verkriechen sich im Boden und sterben dort.

Das Produkt ist besonders nützlingsschonend und darf maximal viermal eingesetzt werden.

Mit Material von LRA Heilbronn
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